Nach dem Verbot der Glühlampe: Die Stromfresser sind nicht mehr auf Lager

Die Birne hat ausgedient

Schwalm-Eder. Das Aus für die traditionelle Glühbirne ist endgültig: Seit einem Monat dürfen keine neu produzierten Birnen mehr in den Verkaufsregalen auftauchen. Damit war auch das Ende für die bislang noch erlaubten 40- und 25-Watt-Glühbirnen gekommen. Allerdings: Der Handel darf Altbestände der Leuchtmittel noch abverkaufen und die Händler im Schwalm-Eder-Kreis nutzten die Chance.

„Es hat Hamsterkäufe gegeben, die Birnen war ratzfatz weg“, sagte Andreas Lohr, Elektro-Fachberater im Hagebaumarkt Treysa. Kunden hätten fünf bis sechs Päckchen mit jeweils vier Birnen gekauft. Es gebe allerdings nicht mehr den Run wie noch vor zwei oder drei Jahren, als die Birnen von 60 bis 100 Watt nach und nach aus den Regalen genommen werden mussten.

Im Herkules-Baumarkt in Homberg sind die Restposten nun ausverkauft. „Wir hatten noch 5000 Stück, die waren nach einer Woche weg“, berichtete Thomas Neumann, Holz- und Elektrofachberater.

Die Alternativen zur Glühbirne setzen sich nach Lohrs Worten nur nach und nach durch. „Die Kunden müssen erst neu lernen, welche Wattleistung welcher Lichtleistung entspricht“, sagte der Elektro-Fachberater.

Stark im Kommen sind die LED-Lampen, die es auch in der Birnenform gebe. So entspricht eine Zehn-Watt-LED ungefähr der Leuchtstärke einer traditionellen 60-Watt-Birne. Sie kosten ab zehn Euro, halten aber zwischen zehn und 25 Jahren. „LED gibt es in vielen Farben“, sagte Neumann. Je nach den Bedürfnissen der Kunden werden die Leuchtmittel bestellt. Weitere Alternativen seien Halogen-Leuchtmittel, die es ab 2,49 Euro gibt und eine Glühbirne mit 92 Watt ersetzen, oder die normalen Energiesparlampen. Letztere weisen Quecksilberanteile auf, so dass sie als Schadstoffmüll entsorgt werden müssen. Dies sei im Markt möglich oder am Schadstoffmobil. (cls/goe)

Quelle: HNA

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