Publikum genoss Konzert der Egerländer Besetzung des Heeresmusikkorps

Mit Bläsern und Besteck

Exzellente Musiker: Polka und Märsche standen im Mittelpunkt des Konzertes der Musiker in Uniform im Naumburger Haus des Gastes. Mehr als 300 Zuhörer ließen sich den Genuss der Egerländer Blasmusik nicht entgehen. Foto:  Michl

Naumburg. Ein ganz besonderes Orchester hatte der Freundeskreis Deutsch-Italienische Partnerschaft aus Anlass des Europatages nach Naumburg eingeladen: Das in Kassel stationierte Heeresmusikkorps 2 der Bundeswehr, das außerhalb der dienstlichen Verpflichtungen ohne Honorar grundsätzlich nur für wohltätige Zwecke aufspielt.

Bei allen Konzerten bittet der jeweilige Veranstalter die Zuhörer lediglich um eine zweckgebundene Spende. Im mit über 300 Besuchern gut gefüllten Naumburger Haus des Gastes war zur Freude von Oberst a. D. Jürgen Damm, stellvertretender Vorsitzender des Landesverbandes Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, der überwiegende Teil der Spenden für diese Organisation und deren Jugendarbeit bestimmt.

Zudem unterstützt der Naumburger Freundeskreis mit dem eingenommenen Spendengeld das in der Nähe der italienischen Partnerstadt San Mauro Pasolli gelegene Moseo del Fronte.

Auch das von den Besuchern begeistert aufgenommene Benefizkonzert der Vollblutmusiker in Uniform bildete eine völkerverbindende Brücke. Denn das Heeresmusikkorps in ihrer Egerländer Besetzung unter ihrem musikalischen Leiter, Oberstabsfeldwebel Josef Geisler, sowie Stabsfeldwebel Udo Seifert am Dirigentenpult, spannte musikalisch ein Band zwischen der Eger im ehemaligen Sudetenland und der Stadt an der kleinen Elbe.

Gesangsduo begeisterte

Die Zuhörer genossen Polka-, Marsch- und Walzerklänge, die vor allem der unvergessene Ernst Mosch als König der Blasmusik mit seinen Original Egerländer Musikanten weltberühmt machte. Fast bei jedem Stück war Mitsingen, Klatschen und Schunkeln angesagt. Gefeiert wurden vom Publikum auch das Gesangsduo Udo Seifert und Hauptfeldwebel Diana Blume, die beim Finale die Uniform gegen ein Dirndl eintauschte.

Die Besucher bekamen ihren immer wieder geforderten Musikwunsch dann bei der fast halbstündigen Zugabe auch noch erfüllt: die virtuose Löffelpolka mit Rainer Hartl am Besteck.

Von Reinhard Michl

Quelle: HNA

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