Blaue Funken eroberten das Guxhagener Rathaus

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Konfetti-Kanone: Gerald Niehoff beschoss das Rathaus.

Guxhagen. Drei Konfettischüsse auf das Rathaus und ein donnerndes, dreifaches „Guxhagen Hellau" waren notwendig, um Bürgermeister Edgar Slawik für die kommenden drei Tage aus seinem Amt zu vertreiben. „Ab heute regieren die wahren Narren", sagte Sitzungspräsident Karl-Heinz Spengler beim Ansturm auf das Rathaus.

Schon lange vor Beginn der Erstürmung füllten sich die Guxhagener Straßen mit Drachen, Prinzessinen,Vampiren und vielen anderen Gestalten. In Feierstimmung mit lautem Gesang erwarteten sie die Umzugswagen und wurden nicht enttäuscht: Ob auf einer rollenden Burg, auf einem Bobbycar oder schlichtweg zu Fuß präsentierten sich die Teilnehmer in fantasievollen Kostümen.

Dabei ging es ihnen aber nicht nur ums Feiern. Auch ernste Themen, wie die Notwendigkeit eines Altersheims in Guxhagen, wurden beispielsweise vom Guxhagener Gesangsverein in Wagen und Kostümen verarbeitet. So traf man auch Menschen mit Rollator und Hornbrille beim Umzug an. „Es ist schon lange im Gespräch, dass ein Altersheim errichtet werden soll, hiermit wollen wir zeigen, wie wichtig das für uns Bürger ist“, sagte Lisa Simmoneck aus Guxhagen.

Unterstützung bekamen die Blauen Funken von den Kaufunger Lossesternen, der Karnevalsgemeinschaft Fritzlar, den Singlisser Konfetti 2000 und den Vellmarer Aquarianern. Nach dem Umzug wurde dann erst richtig gefeiert. Sein Ende fand er nämlich diesmal am Gemeindehaus. „Damit auch möglichst viele Besucher mit uns feiern, haben wir die Route etwas verändert, sie endet nun dort, wo die große Feier beginnt“, sagte Helmut Lottis, Zugmeister der Blauen Funken. Und außerdem müsse man den Guxhagenern ja immer mal was Neues bieten und Eintönigkeit sei den Narren ein Fremdwort.

Bilder aus Guxhagen

Guxhagener Karnevalsumzug und Rathaussturm

Von Natalie Schmidt

Quelle: HNA

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