Bläserensemble des Posaunenwerkes spielten sich in die Herzen der Zuhörer

Blech ließ Botschaft ertönen

Nahm das Publikum spielend gefangen: Das Blechbläserensemble des Posaunenwerkes Kurhessen-Waldeck. Foto: Mühling

Ziegenhain. Über 100 Zuhörer kamen am Sonntagabend in die Schlosskirche in Ziegenhain und ließen sich vom Blechbläserensemble des Posaunenwerkes Kurhessen-Waldeck mit einem variantenreichen Programm begeistern. Mit Werken der Moderne und aus älteren Epochen spielten sich die jungen Bläser unter der Leitung von Steffen Schiel aus Paderborn in die Herzen des Publikums.

Nach der festlichen Eröffnung mit einem Marsch aus „Scipio“ von Georg Friedrich Händel bildete die Kyrie von Michael Schütz einen melodisch fließenden Übergang vom Barock in die Musik unserer Tage. Linda Perrys „Beautiful“, ein Lied zum Mutmachen, und Eric Claptons Lied „Tears“, das er nach dem Tod seines Sohnes schrieb, wurden von den Bläsern gefühlvoll interpretiert, was das Publikum mit anhaltendem Applaus honorierte.

Mehrere Musikstile

Neben Stücken für zwei vierstimmige Instrumentalchöre war eines der musikalisch interessantesten Stücke „The Wedding“ des südafrikanischen Pianisten und Komponisten Abdullah Ibrahim, in dem viele verschiedene Musikstile sich zu einem Ganzen vereinten. Dann war das Publikum gefordert: Das Abendlied „Ich liege, Herr, in deiner Hut“ mit einem von Schiel arrangiertem Vorspiel ist ein Ansingen gegen die tiefen Ängste des Lebens, die einen nachts nicht zur Ruhe kommen lassen.

Die Zuhörer sangen alle elf Strophen zur Musik der Blechbläser mit. Auch die Interpretation des bekannten Liedes „Kommt, sagt es allen weiter“ begeisterte das Publikum so, dass es kräftig mitsang. Ein weiterer musikalischer Leckerbissen war ein Arrangement aus der Filmmusik „Aladdin“, bei dem man sich gut vorstellen konnte, auf einem fliegenden Teppich über Bagdad zu schweben. Zum guten Schluss entführten die Blechbläser das Publikum mit mitreißendem New Orleans Swing in den Süden der USA.

Mit einem nicht enden wollenden Applaus forderten die Zuhörer eine Zugabe, die die Bläser auch gern erfüllten. Moderator Pfarrer Jörg Scheer, der Vorsitzende des Posaunenwerkes, brachte es im Hinblick auf im Vorfeld aufgekommene Bedenken wegen des Termins auf den Punkt: Ein Konzert - schöner als Tatort! Und damit hatte er Recht.

Von Isa Mühling

Quelle: HNA

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