Es bleibt bei Urteil wegen Raubüberfalls

Schwalm-Eder. Mit denselben Strafen wie im ersten Prozess endete am Montag ein Revisionsverfahren vor dem Kasseler Landgericht, das sich um einen missglückten Raubüberfall in Homberg drehte.

Im September vergangenen Jahres hatte das Landgericht drei Männer im Alter von heute 24, 27 und 29 Jahren zu Freiheitsstrafen und einer Bewährungsstrafe verurteilt. Zum einen, weil zwei von ihnen mit einem weiteren Kumpan einen Bauunternehmer in Felsberg-Niedervorschütz überfallen, verletzt und ausgeraubt hatten. Zum anderen wollten die drei, die erneut auf der Anklagebank saßen, wenig später einen Mann in seiner Wohnung in Homberg überfallen. Sie hatten ihm unterstellt, dass er kinderpornografische Darstellungen auf seinem Laptop gespeichert hat. Unter diesem Vorwand wollten sie ihm den Computer wegnehmen, um ihn zu erpressen. Die drei hatten angeblich verabredet, dass sie den Überfall abbrechen, wenn sich Kinder oder andere Personen in der Wohnung befinden sollten.

Als einer aus dem Trio an der Haustür klingelte und eine Person zu sehen war, deren Statur der eines Jugendlichen glich, wollten sie das Weite suchen. Die Polizei hatte die Telefone der Männer angezapft und nahm sie fest. Am Montag ging es um die Frage, ob dies der Versuch eines Raubüberfalls oder eine gescheiterte Verabredung zu einer Straftat war. (pas)

Quelle: HNA

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