Stadt plant 2014 zwei Projekte mit Jugendlichen aus Polen und der Ukraine

Der Blick geht nach Osten

Gehört zum Unesco-Welkulturerbe: Die Altstadt von Lemberg (ukrainisch Lwiw). In der Bezirkshauptstadt der Westukraine leben zurzeit 735 000 Menschen. Sie wurde geprägt von einem bunten Völkergemisch und vielen Kulturen. Wie in der ukrainischen Hauptstadt Kiew demonstrieren die Menschen auch in Lemberg (kleines Foto) für die Integration der Ukraine in die EU. Fotos: dpa

Gudensberg. Der Ausbau der freundschaftlichen Kontakte zu Städten und Menschen in den osteuropäischen Staaten liegt dem Gudensberger Bürgermeister Frank Börner am Herzen. Deshalb unterstützt die Stadt in diesem Jahr Projekte, an denen Jugendliche aus der polnischen Partnerstadt Jelcz-Laskowice, aber auch der westukrainischen Gemeinde Schtschyrez beteiligt sind.

„Dass es uns heute so gut geht, hat auch damit zu tun, dass wir nun schon 68 Jahre in Frieden leben, mitten in Europa“, betonte Börner in der jüngsten Stadtverordnetensitzung. Das sei nicht selbstverständlich. Deshalb wolle Gudensberg einen kleinen Beitrag zur Völkerverständigung leisten.

Jugendaustausch

Zwei Projekte in Kooperation mit Jelcz-Laskowice und Schtschyrez sollen in diesem Jahr dazu beitragen: • In der westukrainischen Stadt Schtschyrez (siehe Hintergrund) soll die ehemalige deutsche Siedlung Rosenberg wiederhergestellt werden. Dazu findet vom 4. bis 11. Juli ein Jugendaustausch in der Ukraine statt. Daran sollen auch zehn Schüler der Gudensberger Gesamtschule teilnehmen, die Stadt stellt 7000 Euro dafür zur Verfügung.

„Die Menschen in Schtschyrez freuen sich sehr auf diese Begegnung“, sagte Frank Börner, der schon einmal dort war. Ihr Herz schlage für Europa als Symbol der Freiheit. Dafür demonstrierten die Menschen zurzeit in Kiew und andernorts.

• Das zweite Projekt ist ein internationales Jugendfußballturnier vom 19. bis 22. Juni in Gudensberg, das in enger Zusammenarbeit mit der FSG Gudensberg organisiert wird und an dem Mannschaften aus Polen, Tschechien und der Ukraine teilnehmen werden. „Hier ist der Sport ein Mittel der Friedensarbeit“, sagt Börner. Er verbinde Menschen aus unterschiedlichen Kulturen im Spiel miteinander, schaffe Begegnungen und fördere Freundschaften über Ländergrenzen hinweg. (ula)

Quelle: HNA

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