Spangenberger Sägenfabrik Wikus bot jungen Menschen Einblick in Ausbildung

Blick hinter die Kulissen

Ausbildung praktisch erleben: von links Raphael Reinstein-Wagner (20, 2. Lehrjahr), Natascha Höfner (24, Gesellin) und Henrik Heckmann (21, 2. Lehrjahr) präsentieren die Zwischenprüfungen der Mechatronikerausbildung bei Wikus.

Spangenberg. „Schule, und was dann?“, mit dieser Frage beschäftigen sich viele Jugendliche. Um schon früh eine berufliche Richtung zu finden, die sie vielleicht einschlagen möchten, bietet die Spangenberger Firma Wikus jährlich den Azubi-Aktionstag an.

Die Auszubildenden Jennifer Greven (19), Sabrina Bauer (19), Marvin Zorr (17) und Praktikant Tim Ackermann (16) haben ihren Platz bei Wikus bereits gefunden und standen den Besuchern neben 33 weiteren Azubis mit Rat und Erfahrungsberichten zur Seite.

Aller Anfang ist schwer, das dachten sich auch die vier Jugendlichen noch vor einem Monat an ihrem ersten Tag in der Firma. Trotz aller Befürchtungen fanden sie sich jedoch schnell in das Team ein. „Das Miteinander in der Firma ist sehr familiär, am ersten Tag war ich damals noch sehr zurückhaltend, doch schon am nächsten Morgen kam ich voller Selbstbewusstsein zur Arbeit“, sagte Zorr, angehender Industriemechaniker. Und so ging es auch Greve, Bauer und Ackermann. „Man wird hier schnell aufgenommen und bekommt von Anfang an verantwortungsvolle Aufgaben zugeteilt, in denen man sich auch kreativ einbringen kann“, sagte Bauer, auszubildende Industriekauffrau. Und das gilt nicht nur für die Auszubildenden. „Als Praktikant darf ich bereits vieles machen, was eigentlich den Auszubildenden zusteht, einziger Unterschied ist, dass ich nicht bezahlt werde“, sagte Ackermann. Trotz jeweiliger Fachgebiete bekommen die jungen Arbeiter bei Wikus bereits innerhalb des ersten Monats ihrer Lehrjahre einen Einblick in alle Bereiche der Firma.

D Je nach Arbeitsbereich beginnt der Tag in der Firma morgens ab sieben Uhr. „Im Gegensatz zur Schule, ist die Ausbildung schon anstrengend und am Ende der Woche weiß ich auch, was ich geschafft habe“, sagte Bauer. Doch lohne es sich, da man viele eigene Ideen einbringen könne und wenn es mal zu viel wird, könne man immer mit den Vorgesetzten sprechen.

Da die Lehre auch die Theorie beinhaltet, startet bald die Schule für die Auszubildenden. „Wichtig für die Kommunikation und Produktion ist der Englischunterricht, vor dem graut es mir noch ein wenig“, verrät Zorr.

Von Natalie Schmidt

Quelle: HNA

Kommentare