Blues statt Rasenmäher:

Ehlener will mit seiner Band Aching Bones die Live-Bühnen der Region erobern

Schmerzfrei auf die Bühnen der Region: Michael Dittmar (von links), Hein Fuhrmann, Susanne Hüve, Frank Schartner und Karsten Mueller sind die Aching Bones. Foto: Hoffmann

Ehlen. Es ist kein Rasenmäher, der im schmucken Gartenhäuschen von Michael Dittmar ausdauernd vor sich hin brummt.

Hinter den monotonen Geräuschen verbergen sich Verstärker, passend zu den Instrumenten, die ihre Plätze im Gartenhäuschen einnehmen. Dass es Dittmar im grünen Wohnzimmer seines Ehlener Zuhauses weniger um das Züchten von Tomaten, Gurken & Co. geht, ist schnell klar. Lieber lässt er Musik wachsen, Musik mit nordhessischen Wurzeln und afro-amerikanischen Blues-Knospen.

„Es ist tief aus der Seele kommender Blues, der mich antreibt“, sagt Dittmar, der die schwarze Musik nicht nur spielen, sondern auch fühlen will. Wann immer er zu seinen Instrumenten greift, um ihnen ein paar kernige Riffs zu entlocken, wird im Habichtswalder Ortsteil der Geist des Blues lebendig - und das noch viel intensiver, seit er einmal die Woche seine Bandkollegen im Gartenhaus begrüßt, das zum Tonstudio und Probenraum umfunktioniert wurde.

Susanne Hüve (Bass), Karsten Mueller (Schlagzeug), Hein Fuhrmann (Gitarre), Frank Schartner (Gitarre) und Michael Dittmar (Gesang, Bluesharp, Cigarbox Guitar) kommen allesamt aus dem „baumwollfreien Nordhessen“, wie sie ihre Heimat selbst gern bezeichnen, und stehen als Aching Bones gemeinsam auf der Bühne. Dass sie sich nach „schmerzenden Knochen“ benannt haben, hat dabei weniger mit den Folgen übermäßiger Gartenarbeit zu tun. Nein, der Name sei mehr aus einem Zufall heraus entstanden, sagt Dittmar. „Als wir eines Abends über all unsere Zipperlein gesprochen haben, die mit dem Alter unweigerlich kommen, fiel eigentlich aus Spaß der Name, und wir haben ihn letztlich behalten, weil er so unglaublich gut klingt“, so der Habichtswalder, der seine musikalischen Mitstreiter teils aus früheren Bandprojekten kennt, teils über eine Zeitungsannonce gefunden hat.

Nach intensiven Probenmonaten längst auf einer Wellenlänge angekommen, schicken sich die fünf Freunde nun an, die Festival- und Kneipenbühnen der Region zu erobern. Auftakt ist ein Konzert am nächsten Samstag, 23. Juli, ab 18 Uhr auf dem Grillplatz Bärental in Waldeck. Auf der Open-Air-Bühne neben den Aching Bones dann bei freiem Eintritt mit dabei: Die Roadcrew, Bluegrass Session und Zeitpuffer. Neben Klassikern von Bernard Allison bis Mark Selby wollen die „schmerzenden Knochen“ dann auch zwei eigene Songs präsentieren, weshalb bis zum Wochenende der Gitarrenverstärker in der Gartenhütte sicher noch manch Stunde geduldig vor sich hin brummen wird.

Weitere Informationen gibt es unter www.aching-bones.de.

Quelle: HNA

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