Blutspende: Hilfe für andere Menschen und Untersuchung des eigenen Blutes

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Fühlt sich gut versorgt: Dennis Uthof spendet zum dritten Mal Blut.

Naumburg. Die Spritzen liegen noch in ihrer Plastikverpackung, die Metallschalen stehen daneben. Aus der Elbetalschule ist eine Krankenstation geworden. Kurzfristig und besonders.

Werner Müller wirkt gelassen, als ihm DRK- Laborant Michael Hartmann eine kleine Nadel in den Finger sticht. Er weiß genau, was hier passiert – er spendet zum 29. Mal Blut.

Müller weist sich aus, beantwortet Fragen zu seinem Gesundheitszustand, muss zu einem der Ärzte. Der Hämoglobin-Gehalt seines Blutes soll überprüft werden. Es tut nicht weh, ein winziger Tropfen reicht für die Untersuchung aus. „Wir müssen wissen, ob sich in seinem Blut die für eine Spende zulässige Menge an Blutfarbstoff befindet“, sagt Frank Phillip, Leiter des Blutspendeteams.

Kurze Zeit später liegt Müller bereits auf einem der Spendebetten. Die Einstichstelle am Arm wird desinfiziert, bevor die Entnahmenadel in die Armvene des Naumburgers gelegt wird. Er spürt fast nichts. Er kennt das alles. Die DRK-Mitarbeiter entnehmen zunächst ein Beutelchen Blut für die Untersuchungsröhrchen. Anschließend einen halben Liter. „Das ist eine Menge, die einem gesunden Menschen in der Regel nichts ausmacht“, sagt Frank Phillip.

Etwa hundert Milliliter laufen pro Minute in die Auffangtasche, nach fünf Minuten ist Müller fertig. Phillip entfernt die Nadel, Müller muss zehn Minuten liegen bleiben - zur Stabilisierung des Kreislaufs. Danach gibt’s noch eine warme Mahlzeit zur Stärkung und als Dankeschön eine Tafel Schokolade. Ihm geht es gut. „Mich kostet eine Blutspende nicht mehr als eine Stunde Zeit, einem anderen Menschen kann ich damit vielleicht ein Leben retten.“

Je mehr Menschen seinem Vorbild folgen, desto besser könne der DRK-Blutspendedienst in Zukunft den Blutbedarf decken, so die Organisatoren. Müllers Blut werde bereits am kommenden Tag im Institut in Kassel untersucht. Dabei werden die Blutgruppe und der Resusfaktor festgestellt sowie das Blut auf HIV, Hepatitis B und C und Syphilis getestet. Sollten die Ärzte etwas Auffälliges finden, erfährt es auch Werner Müller.

Ein Vorteil der regelmäßigen Blutspende, die auch der 19-jährige Dennis Uthof sieht: „Es ist doch perfekt, denn ich tue etwas für andere, aber auch für mich, denn mein Blut wird regelmäßig untersucht.“ Er ist schon als kleines Kind immer mit seinem Vater zu den Blutspendeterminen in Naumburg gegangen, „wegen der Schokolade, die es dort immer gab“. Jetzt hat er zum dritten Mal selbst Blut gespendet, will auch beim nächsten Mal wieder dabei sein, wenn die Naumburger DRK-Bereitschaft wieder zur Blutspende einlädt - am 25. August in der Elbetalschule.

Infos: www.drk-kassel.de/bereitschaften/naumburg

Quelle: HNA

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