Pflastersteine wurden im Brunnenhäuschen des Sauerbrunnens bei Geismar verlegt

Der Boden ist bereitet

Fast fertig: Der Boden im Brunnenhäuschen des Sauerbrunnens ist erneuert worden. Marion Ramus bringt den Handwerkern Carsten Goerlich und Marco Rieger Plätzchen und Kaffee zur Stärkung. Foto: Yüce

Geismar. Der Boden für den Adventspunsch im Geismarer Sauerbrunnen ist bereitet: Neue Pflastersteine wurden in dem Quellenhaus verlegt. „Die Gäste können kommen“, sagt Marion Ramus von Förderverein des Sauerbrunnens. Der Verein setzt sich für den Erhalt und die Renovierung des Gebäudes ein.

Mit dem neuen Bodenbelag ist der Förderverein einen großen Schritt bei der Sanierung des historischen Gebäudes vorangekommen. „Die Pflastersteine sind robust und halten auch Hochwasser und Frost stand“, sagt Ramus.

Mitglieder helfen

10 000 Euro hat der Förderverein für den neuen Boden ausgegeben. „Bei den Nebenkosten sind wir knippig“, sagt Vereinsvorsitzender Klaus Ramus. „Wir machen viel in Eigenleistung“, fügt er an und erzählt von den Vorarbeiten. „Als wir die alten Spaltklinkersteine entfernt hatten, wurde deutlich, dass sich die Rohre in den vergangenen Jahren etwa zehn Zentimeter gesenkt und wir Wasser hatten, wo wir keins haben wollten“, erklärt er. Das rief die Aktiven des 100 Mitglieder zählenden Fördervereins auf den Plan.

Sie haben unter anderem einen Pumpensumpf gesetzt und die Entnahmestelle fertiggestellt. „Das haben wir in Eigenleistung geschafft. Etwa 150 Stunden haben wir daran gearbeitet. Aber beim Verlegen der Steine brauchten wir Hilfe“, erklärt er. Unterstützung habe der Verein von Firma Römer erhalten.

Noch lange nicht Schluss

Mit den roten Pflastersteine hofft der Verein nun eine dauerhafte Lösung gefunden zu haben. Doch ist damit noch lange nicht Schluss mit den Arbeiten am Sauerbrunnen. Der Südbau müsse als nächstes erneuert werden. „Schritt für Schritt geht es weiter“, sagt Marion Ramus und freut sich über das, was schon geleistet wurde. An der Außenanlage sei in diesem Jahr zwar recht wenig verändert worden, sagt sie. Ein paar Bäume wurden gepflanzt. Doch dafür ging es im Inneren des Brunnenhäuschens voran. Denn nicht nur der Boden wurde verlegt. An einer Stelle mussten Fachwerkbalken erneuert und an einer anderen ein Stück der Mauer ausgebessert werden. Einen Überblick über das, was sich in diesem Jahr verändert hat, will Klaus Ramus am 2. Advent geben.

„Wir haben das Gebäude 2008 für einen symbolischen Euro gekauft und es hatte damals einen Minuswert von 250 000 Euro. Bislang hat der Verein 60 000 Euro und viele Arbeitsstunden in die Renovierung gesteckt“, sagt Klaus Ramus. Unter anderem durch Veranstaltungen wie dem Sauerbrunnen-Fest und eben auch dem Adventspunsch komme Geld in die Kasse. Doch wird der Verein immer wieder auch von Spendern unterstützt. „Das Geld fließt immer direkt in das Brunnenhäuschen“, sagt Klaus Ramus. So auch die Einnahmen des Adventpunschs am nächsten Wochenende. Der Boden für eine erfolgreiche Veranstaltung sei jedenfalls schon gelegt.

Von Maja Yüce

Quelle: HNA

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