Fördergeld beantragt

Bootsanleger an der Fulda in Guxhagen liegt vorerst auf Eis

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Möglicher Standort: An dieser Stelle zwischen Wehr und Rathaus könnte der Bootsanleger gebaut werden. Diese Meinung vertreten SPD-Kommunalpolitiker. Unser Bild zeigt von links Thomas Bahlke, Ulrich Brandenstein, Gerhard Kakalick, Konrad Johannes Rysiewski, Volker Thüne, Gerd Bätzing, Bernd Kördel und Egon Hofmann. Im Hintergrund das Kloster Breitenau.

Guxhagen. „Wegen Arbeiten, die dringlicher waren”, liege das Thema Bootsanlegestelle an der Fulda in Guxhagen „ein bisschen auf Eis“. Das hat Bürgermeister Edgar Slawik in einem Gespräch mit unserer Zeitung erklärt.

Die SPD-Fraktion in der Gemeindevertretung hat kritisiert, dass sich seit einem Parlamentsbeschluss vom 25. Juni 2012 nichts getan und der Rathauschef nicht informiert habe.

„Die Gemeindevertretung beschließt den Bau eines Bootsanlegers an der Fulda in Guxhagen unterhalb des Wehres zwischen der Gaststätte Zur Linde und der Fuldabrücke. Der Gemeindevorstand beantragt Fördergeld beim Landkreis.“ Das hatte die Gemeindevertretung auf Antrag der SPD-Fraktion einstimmig beschlossen.

Informationspflicht

„Das ist einer von vielen Punkten, die das Parlament beschlossen hat und die bis heute nicht umgesetzt sind“, sagte der Vorsitzende der Gemeindevertretung, Gerhard Kakalick, gegenüber der HNA. Es gebe eine Informationspflicht des Bürgermeisters. Der missachte die demokratischen Abläufe. Der Bootsanleger solle die Attraktivität Guxhagens und des Fuldatals steigern. Thomas Bahlke, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Fraktion, sagte, man sei enttäuscht darüber, dass es bisher keine Informationen darüber gebe, wie der Bootsanleger umgesetzt werden könne. An einem Bootsanleger könne künftig auch das Rettungsboot zu Wasser gelassen werden, das die Feuerwehr Guxhagen erhalten solle.

Bauamt hat die Raufe voll

Ein Standort in der Nähe des Rathauses habe auch den Vorteil, dass durchreisende Wassersportler die dortigen Toiletten nutzen könnten. Wegen anderer wichtiger Aufgaben habe das Bauamt die Vorarbeiten nicht schaffen können, betont Bürgermeister Edgar Slawik. Slawik: „Das Bauamt hat die Raufe voll.“

Fördergeld für den Bootsanleger sei noch nicht beantragt, erklärte der Rathauschef. Ein Förderprogramm der Europäischen Union laufe aus, ein anderes werde eingeschränkt. Erst ab 2015 sei mit einem Zuschuss für die Bootsanlegestelle zu rechnen. Für das Projekt brauche man einen Planer. Auch die Naturschutzbehörden müssten befragt werden. Was der Bootsanleger kostet, kann Slawik nicht sagen.

„Bootsfahrer können hier überall raus und rein“, sagt Edgar Slawik. Der SPD-Politiker Thomas Bahlke dagegen sagt: „Unterhalb des Wehres haben Kanuten schlechte oder gar keine Möglichkeiten, sicher aus ihren Booten auszusteigen.“

Von Manfred Schaake

Quelle: HNA

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