Im Borkener Stadtzentrum läuft der Abriss – Fachmarktzentrum wird gebaut

Ende der alten Molkerei: Abriss läuft

Eine Trümmerwüste: Ein Bagger ist auf dem Gelände der ehemaligen Molkerei in Borken am Werk. Dort soll bis September kommenden Jahres ein Fachmarktzentrum entstehen. Fotos: Dellit

Borken. Dort, wo früher einmal Milch angefahren und verarbeitet wurde, liegt jetzt eine Trümmerlandschaft. Ein Bauzaun verdeckt die Sicht auf das Gelände der ehemaligen Molkerei in Borken.

Hinter der Plane, die Anwohner und Passanten vor dem Staub schützen soll, sind vier Männer am Werk, um dem alten Gemäuer den Garaus zu machen. An der Stelle entsteht ein Fachmarktzentrum mit Niederlassungen von Tedi, Rossmann, Takko und Netto einem ABC-Schuhmarkt. Fast 100 Jahre lang bestand die Molkerei bis zur Schließung 2003.

Seit fünf Wochen sind vier Mitarbeiter der Bebraer Firma Beisheim dabei, die Gebäude abzureißen. Unter anderem wurden dabei große Mengen Kunststoffplatten entdeckt, mit denen die Molkerei rundum gedämmt war, wie Polier Gerhard Heiße erläutert. Dieses Material, er spricht von 900 Kubikmetern – wird entsorgt oder, wenn es noch heil ist, später erneut zur Dämmung genutzt.

Alles Mineralische, also etwa Putz, Beton und Stein, bleibt auf dem Gelände und wird für den neuen Bau wiederverwendet. Das erspare der Firma viele Fuhren, die abgefahren werden müssten, sagt Heiße. Und natürlich muss dann auch kein neues Material herangeschafft werden.

Wie ein Nussknacker

Die mineralischen Stoffe werden mit Spezialmaschinen pulverisiert, einer Art großer Nussknacker erledigt das mit einer Kraft von 200 bis 300 Tonnen. Einiges muss vielleicht auch mit dem Presslufthammer erledigt werden.

Man bemühe sich jedoch, möglichst wenig Lärm und Staub zu verursachen, erläutert Heiße. Er bemühe sich auch um einen engen Kontakt zu den Anwohnern, damit es keine Unstimmigkeiten gibt.

Alle Materialien, die im Gebäude gefunden wurden, wurden im Labor auf Schadstoffe geprüft, sagt der Polier. Asbest etwas sei dabei nirgendwo entdeckt worden.

Ein Problem hatten die Verantwortlichen mit Vandalismus. Unbekannte hätten sich in dem Gemäuer ausgetobt, unter anderem Scheiben eingeworfen und Wände beschmiert. Von den Graffitis wird nichts mehr zu sehen sein, wenn 2013 der Fachmarkt stehen soll.

Quelle: HNA

Kommentare