Stadtverordnete entschieden einstimmig

Borken für die Eon und die Sozialarbeit

Borken. Borken bleibt bei der Eon. Dieser einstimmige Beschluss wurde in der Stadtverordnetensitzung gefasst, die in vorweihnachtlich-friedlicher Atmosphäre verlief.

Ab dem 1. Januar 2010 wird die Eon Mitte erneut die Konzession zur Nutzung der Stromnetze in allen Borkener Stadtteilen erhalten. Die Eon sei in der Vergangenheit immer ein guter Kooperationspartner gewesen, sagte Bürgermeister Bernd Heßler. Borken ist auch Eon-Standort mit 90 Mitarbeitern und durch das ehemalige Kraftwerk mit der Geschichte der Stadt eng verbunden.

650 000 Euro habe die Gesellschaft in den Ausbau der Leitungen investiert, erklärte Heßler. In den Konzessionsverträge sind vier Kündigungsmöglichkeiten vorgesehen, sodass die Stadt nicht zwingend über Jahrzehnte an den Stromkonzern gebunden ist.

Heßler lobte die flexiblen Verträge. Der Eon-Standort Borken werde durch die Entscheidung gestärkt, somit erziele die Stadt auch Gewerbesteuereinnahmen. Die Angebote alternativer Bewerber hätten keine vergleichbaren Vorteile für Borken geboten.

Ebenfalls einstimmig wurde die Fortsetzung der Schulsozialarbeit in Borken beschlossen. Die bestehende Teilzeit- soll zu einer Vollzeitstelle ausgebaut werden. Die Finanzierung des Landesanteils soll aus dem Unterrichtskontingent der Schule erfolgen, der Landkreis und die Stadt zahlen wie bisher jeweils ein Drittel.

Personalkosten für pädagogisches Personal gehörten eigentlich zu den Pflichtausgaben des Landes, beklagte Rüdiger Staffel (FWG): „Das Land stiehlt sich aus der Verantwortung und den Kommunen werden die Kosten aufgebürdet.“

Im kommenden Jahr wird Borken somit 12 000 Euro für Schulen im Landkreis ausgeben, die Borkener Schüler besuchen. 15 000 Euro zusätzlich fallen für die Stelle an der Gustav-Heinemann-Schule an.

Von Bettina Mangold

Quelle: HNA

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