Borken sucht Feuerwehrleute

Borken. Die Feuerwehren in Singlis und Lendorf sollen möglicherweise zusammengelegt werden. Damit soll dem Personalmangel begegnet werden. Insgesamt fehlen den Borkener Wehren 45 Personen.

So steht es im Bedarfs- und Entwicklungsplan für den Brandschutz, über den die Borkener Stadtverordneten am Mittwoch, 2. Februar, beraten und beschließen. Bereits in der Vergangenheit war es zu Zusammenlegungen gekommen.

So wird der Brandschutz in Haarhausen und Stolzenbach von Dillich aus organisiert. Grundsätzlich soll die personelle und organisatorische Zusammenarbeit kleiner Wehren gefördert werden, ohne ihre Unabhängigkeit aufzugeben.

Viele Schichtarbeiter

Nach aktuellem Stand beträgt die Zahl der Einsatzkräfte 283, es sollten jedoch für den optimalen Brandschutz 328 sein. Im Plan steht auch, dass von den Einsatzkräften 60 Schichtarbeiter sind und 124 mehr als 20 Kilometer zur Arbeit fahren müssen. All das hat Auswirkungen, wenn es brennt oder die Wehrleute zu einem Unfall gerufen werden.

Mehrere Vorschläge, um Feuerwehrleute zu werben, stehen ebenfalls im Bericht:

• freier Eintritt Schwimmbad und Badeseen.

• gemeinsame Veranstaltung von Feuerwehr und Magistrat als Anerkennung

• Berücksichtigung von Feuerwehrmitgliedern bei Stellenangeboten der Stadt.

• Förderung von Sportaktivitäten der Feuerwehren.

Im kommenden Jahr ist in Borken die Umstellung auf Digitalfunk vorgesehen, dafür sind 330 000 Euro veranschlagt. Als einzige weitere Neuanschaffung für 2012 ist ein Rettungsboot geplant, das alte stammt aus dem Jahr 1984. Kosten soll das Boot 40 000 Euro.

Der Ausbildungsstand liege zwischen sehr gut und befriedigend, heißt es in dem Bericht. Das entspricht Schulnoten zwischen 1 und 3. Bei den Feuerwehren Arnsbach, Freudenthal, Gombeth, Großenenglis, Lendorf, Pfaffenhausen, und Nassenerfurth müsse die Feuerwehrführung noch ausgebildet werden. (ode)

• Stadtverordnetenversammlung, Mittwoch, 2. Februar, ab 19.30 Uhr, Bürgerhaus, kleiner Saal. Weitere Themen: Bebauungsplan Am Sonnenhang, Stadtumbau.

Quelle: HNA

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