Borkener Stadtkirche: Konzept für Sanierung steht

Sie sehen der Restaurierung positiv entgegen: von links Albert Frommann, Pfarrer Jochen Löber, Pfarrer Matthias Kämpfer, Ute Weber, Käti Kimpel, Heidrun Pilar, Erika Blum und Dirk Schnurr. Foto: Zerhau

Borken. Es ist genau 44 Jahre her, dass die evangelische Kirche in Borken das letzte Mal saniert wurde - und das hat man dem Gottesdienst deutlich angesehen.

Inzwischen wurden Turm, Dach und Außenmauern restauriert und erneuert, jetzt geht es in der Kirche ans Eingemachte.

Wie die beiden Pfarrer Matthias Kämpfer und Jochen Löber sagten, wurden bei einem Restauratorengutachten Hohlräume im Wandbereich entdeckt, die wieder aufgefüllt werden müssen. Dann muss der gesamte Bodenbereich der Kirche aufgearbeitet werden, die zum Teil veraltete und nicht mehr den Vorschriften entsprechende Elektroinstallation soll komplett auf den neusten Stand der Technik gebracht werden, ebenso wie die Heizung.

Budget hat 540 000 Euro

Neben dem barrierefreien Eingang an der Südseite soll ein Aufgang zur Empore in eine behindertengerechte Toilettenanlage umgebaut werden. Zum neuen Innenbereich soll dann auch eine kleine Teeküche kommen, sagt Dirk Schnurr, Kirchenvorstand und zugleich Vorsitzender des Bauausschusses.

Auch der Bereich hinter dem Altar an der Ostseite wird umgebaut, dort soll eine Apsis entstehen, ein halbkreisförmiger Raumteil, der an den dahinter liegenden Raum anschließt. Die Gestaltung übernimmt Friedrich W. Block, Kuratoriumsvorsitzender der Brückner-Stiftung. Die Farben in der 1845 bis 1846 erbauten Kirche sollen hell gehalten werden. Baustart soll - vorbehaltlich der Genehmigung von Landeskirchenamt und Kreisbauamt - dann nach dem Erntedankfest im Herbst sein. Das Baubudget beläuft sich auf 540 000 Euro. Davon hat der Förderverein 113 700 Euro zusammengetragen, die die Stiftung Kirchenerhaltungsfonds verdoppelt hat.

Weiter flossen Spenden der Sparkassenkulturstiftung der Stadtsparkasse Borken, der Raiffeisenbank Borken, der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, dem Kirchenkreis Fritzlar-Homberg sowie der Evangelischen Kirchengemeinde Borken in den großen Spendentopf.

Quelle: HNA

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