Er brachte die Sonne mit

Zauberte Sonne in die Herzen seiner Zuhörer: Diego Jascalevich. Foto: zhf

Zierenberg. Auch wenn die Sonne in den hiesigen Breitengraden beharrlich auf sich warten lässt, ist sie am Sonntagabend zumindest in den Herzen einiger Zierenberger angekommen - dem argentinischen Musikvirtuosen Diego Jascalevich und seinen kleinen Instrumenten sei Dank.

Die heißen Charangos, sind fünfsaitige Gitarren und haben ihren Ursprung in der Vigüela de Mano, einem spanischen Zupfinstrument, das mit der Kolonialherrschaft nach Südamerika kam. Es hielt Einzug in die Kultur der Gebirgsvölker, deren Musik bis dahin über kein vergleichbares Instrument verfügte. Da auf den Hochebenen der Anden keine Bäume wuchsen, mussten die Indios bei der Herstellung improvisieren.

„Das Holz des Resonanzkörpers ersetzten sie durch ausgehöhlte Panzer des dort heimischen Gürteltieres“, erklärte Jascalevich. So sei das Charango geboren worden.

Zwei Exemplare hatte der Künstler mit nach Zierenberg gebracht und entlockte ihnen Klänge, die wahre Sommergefühle aufkommen ließen. Voller Spielfreude und mit erstaunlicher Virtuosität verbreitete er nicht nur südamerikanischen Flair, sondern verzauberte zudem mit eingängigen Melodien und dazugehörigen Anekdoten.

Ein Meister seines Fachs

Dass er ein Meister seines Fachs ist, das belegt nicht nur seine Gabe, Stimmungen in eigenen Kompositionen einzufangen, sondern auch die Tatsache, dass er in der Musikbranche längst zu den gefragtesten Profimusikern gehört. Er stand bei Peter Gabriels Weltmusikfestival in London auf der Bühne, ist auf unzähligen CD-Produktionen zu hören und arbeitet gemeinsam mit Stars wie dem italienischen Tenor Andrea Bocelli und dem Flamencogitarristen Jose Luis Munton. Warum?

Weil vielleicht auch sie wissen, dass Diego Jascalevich mit erstaunlicher Leichtigkeit die Sonne in die Herzen seiner Zuhörer zaubert. (zhf)

Quelle: HNA

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