Konzert in Wolfhager Stadtkirche

Brahms-Requiem ist der Glanzpunkt der Klangreise

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Treten in der Stadtkirche auf: Die Pianisten Ebe Müntel und Jorma Toots aus Estland. Seit dem Jahr 2004 spielen sie zusammen.

Wolfhagen. Die 19. Station der Klangreise ist eine Besondere. Mit dem „Deutschen Requiem“ von Johannes Brahms wird am Sonntag, 14. August, ab 17 Uhr in der Evangelischen Stadtkirche Wolfhagen ein musikalischer Höhepunkt der Veranstaltungsreihe geboten.

Der Chor

Der Projektchor Hildesheim, die Kreiskantorei Wolfhagen und der KOSK-Chor aus Estland hatten sich 2015 zu einer gemeinsamen Aufführung des „Deutschen Requiems“ von Johannes Brahms zusammengeschlossen. Das Konzert bildete die Auftaktveranstaltung zum Sängerfest der Estnischen Evangelisch-Lutherischen Kirche in Tartu. Am kommenden Wochenende findet dieses Projekt seine Fortsetzung mit vier Aufführungen in Deutschland: Freitagabend in Hildesheim, Samstagabend in Meiningen, Sonntagnachmittag in der Stadtkirche Wolfhagen und am Montagabend in Hannover.

Die Solisten

Die Berliner Sopranistin Anne Bretschneider studierte Gesang in Berlin und Mailand, war Teilnehmerin vieler Meisterkurse und erfolgreich in diversen Gesangswettbewerben. Als gefragte Konzertsolistin wird sie regelmäßig zu Konzerten im In- und Ausland eingeladen. Zusammen mit Michael Jäckel wirkte sie mit bei der Aufführung des Brahms-Requiems in Tartu im Juli 2015. Michael Jäckel sang von klein auf im Knabenchor Hannover, hat sich seitdem nicht mehr von ihm trennen können und arbeitet heute als Leiter des Nachwuchschores.

Die Pianisten

Das Klavierduo Jorma Toots & Ebe Müntel (Estland) fand sich im Jahr 2004 zusammen, als sie am Wettbewerb für junge Interpreten Con Brio teilnahmen und das Finale erreichten. In der Saison 2008/2009 war das Duo Preisträger des Wettbewerbs für Klavierduos in Byalistock (Polen). 2015 übernahmen sie den Klavierpart bei der Aufführung des Brahms-Requiems in Tartu.

Das Brahms-Requiem

Johannes Brahms hat sein Werk „Ein deutsches Requiem“ genannt. Unter einem Requiem versteht man die Liturgie der Totenmesse der katholischen Kirche bzw. kirchenmusikalische Kompositionen zum Totengedenken. Der im evangelisch-lutherischen Hamburg groß gewordene Brahms orientierte sich bei der Auswahl seiner Texte aber nicht am traditionellen Kanon des Requiems als Totenmesse, sondern wählte aus Texten des Alten und Neuen Testamentes in der Fassung der Lutherbibel vor allem solche aus, in denen der Trost der Hinterbliebenen im Mittelpunkt steht. Brahms demonstrierte dabei eine enorme Kenntnis der Bibeltexte und Psalmen. Der kirchenmusikalischen Gattung des Requiems kann Brahms Stück deshalb nicht gerecht werden. Von der Anlage her kann man es eher als Oratorium bezeichnen, wobei die dramatische Komponente fehlt.

Außer dem Brahms-Requiem erklingen drei Lieder von Felix Mendelssohn Bartholdy. Der Eintritt frei, am Ausgang wird um eine Spende gebeten. (ant)

Quelle: HNA

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