Die Gombether Feuerwehr hatte zum Maibaumfest auf den Dorfplatz eingeladen

Brauch mit Muskelkraft

Kraft und Technik: Mit Stangen hievten die Feuerwehrleute in Gombeth den Baum in die Höhe. Viele Zuschauer verfolgten das Spektakel. Fotos:  Zerhau

Gombeth. Vielerorts im Kreisteil Fritzlar-Homberg wurden am Dienstag und Mittwoch Maibaumfeste gefeiert, unter anderem auch in Gombeth, wo die Feuerwehr die Tradition pflegt. Auf dem Dorfplatz in der Ortsmitte stellten sie zum 28. Mal mit Stangen und Muskelkraft einen Maibaum auf.

26 Männer und Frauen schulterten den 18 Meter langen Baum und schleppten ihn zum Dorfplatz. Schon nach kurzer Zeit war der Baum unter dem Applaus der Zuschauer aufgerichtet und in der Halterung befestigt. Dann begann die Feier am Hof vor dem Feuerwehrhaus. Wie Wehrführer Tobias Hiebsch sagte, bleibt der Maibaum bis zum letzten Septembertag stehen.

Das Maibaumfest ist in Deutschland ein sehr alter Brauch. Mancherorst wird der Baum bereits am Vorabend des 1. Mai aufgestellt, und das Fest beginnt mit einem Tanz in den Mai. Ungeklärt sind bisher die Ursprünge des Maibaumbrauchtums. Die Wikinger hatten in der Nacht zum 1. Mai einen Thorsbaum aufgestellt, und im 3. Jahrhundert wurde in der Eifel ein christlicher Pfingstbaum aufgerichtet. In seiner heutigen Form mit grüner Spitze und Kranz verziert ist der Maibaum seit dem 16. Jahrhundert bekannt. (zzp)

Quelle: HNA

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