B. Braun bietet Mitarbeitern Job-Ticket für Busse und Bahnen an

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Werbeaktion läuft in Melsunger Kantinen des Konzerns: von links Personalchef Jürgen Sauerwald, Betriebsratsvorsitzender Peter Hohmann, NVV-Chef Wolfgang Dippel, Wolfgang Nickel von der Planungsgruppe Nord, die an einer betriebsinternen Mobilitätsstudie beteiligt war, sowie die B. Braun-Mitarbeiterinnen Lisa-Marie Schmidt, Johanna Witzmann und Viola Auel.

Melsungen. Die B. Braun Melsungen AG bietet ihren 5500 Beschäftigten am Stammsitz seit Jahresbeginn ein vergünstigtes Job-Ticket für den Arbeitsweg an. Zurzeit wirbt der Konzern in seinen Betriebskantinen gemeinsam mit dem Nordhessischen Verkehrsverbund (NVV) für die B. Braun-Card.

Die ist mit 10 Prozent Rabatt auf den regulären Jahreskarten-Preis des NVV zur Nutzung von Bussen und Bahnen erhältlich. Sie ist auf andere Personen übertragbar und schließt abends sowie am Wochenende auch Familienangehörige ein. Der Preis richtet sich nach dem jeweiligen Wohnort, die komplette Abwicklung des Mobilitätsangebots übernimmt die Personalabteilung von B. Braun: Das Unternehmen legt die Kosten für die Jahreskarte aus und verrechnet sie in Monatsanteilen über die Gehaltsabrechnung..

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Im vergangenen Jahr hatte der NVV zwei Bushaltestellen direkt auf dem Werksgelände Pfieffewiesen eingerichtet. „Mit der B. Braun-Card wollten wir den Mitarbeitern einen weiteren Anreiz geben, den öffentlichen Nahverkehr zu nutzen“, sagte Personalchef Jürgen Sauerwald bei einer Präsentation des neuen Angebots. Die Einführung des Job-Tickets sei „ein weiterer Baustein im betrieblichen Mobilitätsmanagement“ und auch wichtig für das neue Technische Ausbildungszentrum, das im Sommer südlich der Stadt an der B 83 in Betrieb gehen wird. Denn ein großer Teil der Nachwuchskräfte habe noch keinen Autoführerschein.

Signalwirkung für weitere Unternehmen

NVV-Geschäftsführer Wolfgang Dippel sagte, von dem Vertragsabschluss mit B. Braun erhoffe sich der Verkehrsverbund eine vorbildhafte Signalwirkung für weitere große Unternehmen. Dafür wolle der NVV in Melsungen nachhaltig an der Kundenzufriedenheit arbeiten. Schon jetzt verfüge die Bartenwetzerstadt mit der Regiotram in Richtung Kassel, dem Schnellbus Fritzlar – Hessisch Lichtenau und der Buslinie über Malsfeld in die Kreisstadt Homberg über eines der besten Nahverkehrsangebote in der Region, sagte Dippel. Noch besser werde es mit der bevorstehenden Inbetriebnahme der Regiotram-Station an der Bartenwetzerbrücke mit kurzen Wegen zum B. Braun-Werk A sowie dem Standort Schwarzenberger Weg.

Die Attraktivität des Job-Tickets dürfte wohl in noch höherem Maße von den Taktzeiten und Haltestellen der Busse abhängen. Hierbei Verbesserungen für möglichst viele Braunianer zu bewirken, bezeichnete Betriebsratschef Peter Hohmann als die eigentliche Herausforderung der Nahverkehrs-Initiative. Es müsse einer Vielzahl von Gleitzeit- und Schichtmodellen Rechnung getragen werden. Fast 3000 der 5500 Melsunger Konzernbeschäftigen arbeiten im Schichtbetrieb.

Informationen zum Job-Ticket: Matthias Neurath bei B. Braun, Tel. 0 56 61/ 71-2911

Quelle: HNA

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