B. Braun bildet mehr aus - Die Hälfte lernt in Melsungen

Ausbildung mit Zukunft: Joshua Lesch an einem Arbeitsplatz im Ausbildungszentrum von B. Braun in Melsungen. Foto: Gehlen

Melsungen. Bei B. Braun in Melsungen wächst nicht nur der Umsatz: Auch die Mitarbeiterzahl könnte in den nächsten Jahren weiter steigen. Auszubildende, die man nun einstelle, hätten nach drei Jahren einen vollen Arbeitsplatz.

Das sagt Vorstandsvorsitzender Dr. Heinz-Walter Große: „Der Übernahmewille liegt bei 100 Prozent.“

Dabei hat B. Braun die Ausbildung bundesweit ausgebaut: 726 Azubis sind es 2011 gewesen, 699 waren es im Jahr davor. In Melsungen werden aktuell 351 Jugendliche ausgebildet, 66 absolvieren ein duales Studium.

Laut Kay-Henric Engel, Leiter der Berufsausbildung, verschiebt sich jedoch der Schwerpunkt der Ausbildung von den kaufmännischen zu den technischen Berufen: Im aktuellen Ausbildungsjahrgang sind von 119 Jugendlichen 66 Techniker, im nächsten Jahrgang werden es 77 von 130 sein.

Einen Mangel an Bewerbern gibt es bei B. Braun nicht: 1500 Zuschriften bekomme man pro Ausbildungsjahr. Das Unternehmen ist allerdings auch sehr aktiv. So gehen Azubis in Schulen, um dort von ihrer Arbeit zu berichten.

„Wir machen das wegen des demografischen Wandels“, sagt Engel. Man könne es sich nicht leisten, dass junge Menschen die Region mangels Perspektiven verließen. B. Braun kooperiere deshalb auch mit Partnern wie Wikus, Edeka und der Stadt Melsungen.

Die Lernbedingungen im neuen Ausbildungszentrum sind ideal: Der fünf Millionen Euro teure Komplex im Werk W biete nahezu alles: Gruppenräume, Werkbänke, Maschinen. Nur um Erfahrungen in einigen Randbereichen – beispielsweise der Veredelung von Metallen – zu sammeln, müssten die Auszubildenden den Komplex verlassen.

Von Göran Gehlen

Quelle: HNA

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