B. Braun bricht Rekord bei Schlauchset

Melsungen. Der Medizintechnikhersteller B. Braun feiert einen Meilenstein seiner Produktion: Am Mittwoch waren es genau zwei Milliarden Infusionsüberleitungsgeräte (IV-Set) im Melsunger Werk P, die seit der Inbetriebnahme 1992 vom Band liefen.

Seitdem hat B. Braun dort die Produktion verdreifacht: Lag der Ausstoß damals bei 50 Millionen IV-Sets pro Jahr, seien es jetzt 169 Millionen, erklärte Werksleiter Hans-Dieter Fröhlich. Im Jahr 2015 will das Unternehmen in der Fabrik auf den Pfieffewiesen 200 Millionen Sets produzieren.

Das Infusionsüberleitungsgerät besteht aus einer Tropfkammer, einem Schlauch, Klemmen und Verbindungsstücken. Es dient dazu, Infusionen aus dem Infusionsbeutel sicher und dosiert über einen Venenkatheter ins Blut zu bringen.

Übergabe im Werk: Die B. Braun-Mitarbeiter (von links) Monika Opfer, Christina Kunz, Patrick Orth, Fertigungsleiter Manfred Friederichs, Werkleiter Hans-Dieter Fröhlich und Betriebsratsvorsitzender Peter Hohmann übergaben das Jubiläums-Infusionsüberleitungsgerät an Dr. Heinz-Walter Große und den Aufsichtsratsvorsitzenden Ludwig Georg Braun.

Waren in der Anfangszeit zumindest kleinere Arbeitsschritte noch per Hand gemacht worden, läuft die Produktion heute automatisch. „Wenn wir das alles händisch machen würden, wären wir hier in Melsungen nicht konkurrenzfähig“, sagte Dr. Heinz-Walter Große, Vorstandsvorsitzender von B. Braun.

Trotzdem sei die Personalzahl nicht gesunken: Die 300 Mitarbeiter im Werk auf den Pfieffewiesen kümmern sich vor allem um den reibungslosen Ablauf der Produktion und die Verwaltung.

Melsungen ist nicht der einzige Standort, an dem die IV-Sets produziert werden: Auch in Vietnam und Brasilien gibt es vergleichbare Produktionen. Durch das Baukastenprinzip sind die Komponenten weltweit austauschbar.

Laut dem Betriebsratsvorsitzenden Peter Hohmann beweist die Produktion in Melsungen vor allem eines: „Es lohnt sich, in Deutschland zu investieren." (gör)

Quelle: HNA

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