B. Braun: Krise war gestern - Gewerkschafter fordern mehr Lohn

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Wir lassen uns nicht blenden: So konterten B. Braun-Vertrauensleute mit Sonnenbrillen als Blues Brothers verkleidet die Aussage von Hans Paul Frey vom Bundesarbeitgeberverband der Chemischen Industrie.

Melsungen. Sieben Prozent mehr Lohn fordern die B. Braun-Gewerkschafter bei den laufenden Tarifverhandlungen der Chemieindustrie.

Mit Aktionen machen die in der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) organisierten Braunianer darauf aufmerksam, dass die Arbeitgeber nach ihrer Meinung einen „Betonkurs“ fahren.

Angesichts der sehr guten Geschäftsergebnisse des Unternehmens und der ebenso positiven Prognosen halten die Arbeitnehmervertreter an der Forderung von sieben Prozent mehr Lohn und 59 Euro zusätzlicher Ausbildungsvergütung fest. Außerdem fordern sie besondere Regelungen für die Schichtarbeiter, die rund um die Uhr die ganze Woche im Einsatz sind.

Der Melsunger Medizintechnik- und Pharmahersteller steigerte 2010 seinen Umsatz um 9,8 Prozent auf 4,42 Milliarden Euro und verbuchte einen Gewinn von 277,4 Millionen Euro.

„In den letzten Jahren haben wir als Arbeitnehmer immer moderate Lohnerhöhungen in der chemischen Industrie mitgetragen“, argumentiert die Betriebsrätin Doris Pöllmann die als Mitglied in der Bundestarifkommission die Interessen der B. Braun-Beschäftigten vertritt. „Die Krise war gestern, heute ist Aufschwung und an dem wollen wir als Arbeitnehmer angemessen beteiligt werden.“ Zum 31. März läuft der aktuelle Tarifvertrag aus. (and)

Quelle: HNA

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