Breitbandausbau und mehr: Gudensberg investiert  Millionen

Gudensberg. Die Gudensberger gehen ans Eingemachte: Die etwa 8 Millionen Euro, die Ende des Jahres noch als Rücklage zur Verfügung stehen, sollen im nächsten Jahr für erhebliche Investitionen deutlich reduziert werden.

Das beschlossen die Stadtverordneten mit dem Investitionsprogramm bis 2017 in ihrer Sitzung am Donnerstag. Ausgegeben werden soll das Geld im nächsten Jahr für

• die Beteiligung an der Fulda-Eder-Energie (653.000 Euro) für den Rückkauf der Stromnetze, • die Beteiligung an dem Windpark Langenberge (2 Mio. Euro),

• das Haus auf der Obernburg (250.000 Euro),

• Wasserleitungen nach Dissen und Deute (190.000 Euro),

• Förderprogramm für Ortskerne (100.000 Euro),

• Erschließungsarbeiten für Bau- und Gewerbegebiete,

• energetische Sanierung von den DGHs Deute und Obervorschütz (200.000 Euro).

 Zusätzlich entschieden sich die Stadtverordneten einstimmig dafür, den Ausbau des schnellen Internets in eigene Hände zu nehmen, um ihn zu beschleunigen. Das kann je nach Berechnung 1,5 bis 2,5 Mio. Euro kosten.

Das Parlament votierte für die Variante, bei der die Stadt den Ausbau trägt und über eine Ausschreibung ein Telekommunikationsunternehmen sucht, das das Netz für 20 Jahre von der Stadt mietet. Das Modell könne ungefähr innerhalb eines Jahres betriebsfähig sein, hieß es in den Unterlagen. Nachhaltige Projekte „Wir wollen viel Geld ausgeben, das aber vor allem für nachhaltige Projekte im Bereich Energie und Internet“, sagte Michael Höhmann (SPD). In diesem Bereich gebe es auch wieder Einnahmen.

Als „ambitioniert“ bezeichnete Dieter Heer (CDU) das Programm, durch das die Rücklage halbiert werde. Doch das sei normal: Man müsse mit gespartem Geld etwas Sinnvolles tun und nicht drauf hocken. Investitionen für Energieversorgung, Kultur und Kinder seien der richtige Weg. „Es geht uns gut in Gudensberg“, bilanzierte auch Petra Gottwald (Grüne). Deshalb könne die Stadt auch in wichtige Bereiche investieren. Man müsse auf dem Teppich bleiben, betonte Heinrich Pohlmann (FDP), sonst hebe man ab. Nachhaltige Investitionen seien jedoch sinnvoll. Feuerwehrstützpunkt Auch für das Jahr 2015 stehen nocheinmal 3,5 Mio. Euro im Programm, dann schlägt vor allem der Bau des neuen Feuerwehrstützpunktes in Gudensberg mit 3 Mio. Euro zu Buche.

Von Ulrike Lange-Michael

Quelle: HNA

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