Brennholz via Internet: Kaminbesitzer geben Sammelbestellung auf

Sie sind gute Ansprechpartner für viele Brennholzkunden: Kirchhofs Revierförster Peter Katzmann (links) – in der Mitte dessen Bayerischer Gebirgsschweißhund Matz – und der Melsunger Forstamtsleiter Christian-Peter Foet. Die Bitte der Forstleute: Brennholzkunden sollen ihre Bestellungen erstens bald und zweitens per Mail aufgeben. Foto:  Brandau

Melsungen. Wer mit Holz heizt, sagt Christian-Peter Foet, gehört einem ganz besonderen Schlag Menschen an: Jenem Schlag, der umweltbewusst und naturverbunden ist und sich Gedanken um die Umwelt macht.

Der Melsunger Forstamtsleiter muss es wissen, denn er kennt jede Menge Vertreter dieses Schlages: Die Zahl der Brennholzkunden wächst seit Jahren beständig - und damit die Nachfrage.

Das Forstamt Melsungen reagiert darauf: 120.000 Festmeter Holz werden im Melsunger Revier geschlagen, das vom Felsberger Stadtteil Altenbrunslar über Melsungen nach Spangenberg und weiter nach Wellerode reicht. 10.000 von diesen 120.000 Festmetern sind Brennholz. Die müssen alle mit einem möglichst geringen logistischen Aufwand an den Mann gebracht werden.

Deshalb weiß Förster Peter Katzmann auch die Brennholzgemeinschaft Kirchhof zu schätzen, die ihm jetzt eine große Sammelbestellung zugemailt hat. Auf der haben ihm 15 Ofen- und Kaminbesitzer ihre Wünsche mitgeteilt. Für Katzmann bedeutet das eine immense Arbeitserleichterung. Statt mit 15 Kunden 15 Absprachen treffen zu müssen, hat er nun einen Ansprechpartner und nur eine Rechnungsadresse. Und der Stadtteil Kirchhof ist nicht der einzige, den Katzmann betreut, dazu gehören auch Kehrenbach und Günsterode.

Für das Forstamt Melsungen ist die Brennholzgemeinschaft Kirchhof deshalb nun Beispiel und Vorbild: Es bittet alle Kunden darum, ihre Bestellungen online bei den Förstern aufzugeben.

Denn die sind jetzt unter ziemlichem Zeitdruck. Bevor in diesen Tagen der Einschlag beginnt, müssen die Förster die Bäume, die geschlagen werden sollen, markieren und dafür sorgen, dass die geernteten Stämme auch an den Waldwegen abgelegt werden können.

Früher sei das Brennholz fast ausschließlich im Winter geschlagen worden, sagt Christian-Peter Foet. Jetzt aber mache sich der Klimawandel bemerkbar: „Das Zeitfenster, in dem wir Holz schlagen können, wird immer kleiner. Die Winter werden kürzer, der Laubfall bei der Buche beginnt meist erst im November, im Februar schießt aber auch der Saft schon wieder ein.“

Sorge aber, dass das Brennholz nicht ausreicht, hat Foet nicht: „Wir haben viele Vorräte.“

Von Claudia Brandau

Quelle: HNA

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