Nachfrage und Preise steigen stetig

Brennholz wird wieder teurer

Mollig warm: Immer mehr Menschen heizen wieder mit Holz. Foto: dpa

Schwalm. Der Preis für den an den Waldweg gerückten Festmeter Brennholz ist auch in diesem Jahr wieder angestiegen. Für den Festmeter Buche und Eiche zahlt man bei den Forstämtern Jesberg und Neukirchen derzeit 58 Euro.

Im vergangenen Jahr waren es in Jesberg noch 56 Euro pro Festmeter und in Neukirchen 55 Euro. Grund für den Preisanstieg ist die große Nachfrage. „Wenn der Ölpreis steigt, steigt auch der Holzpreis an“, sagte Andreas Mehring vom Holzverkauf des Neukirchener Forstamtes.

Große Nachfrage

Zudem seien auch die Preise für Industrieholz gestiegen, und immer mehr Menschen würden wieder mit Holz heizen, erklärte Ulrich Gerhold, Produktionsleiter beim Forstamt Jesberg. Aufgrund der hohen Nachfrage nach Brennholz werden beim Bundesforstamt Schwarzenborn, das die Bundeswehrliegenschaften in der Schwalm betreut, nur noch Stammkunden beim Holzverkauf berücksichtigt.

„Wir können die große Nachfrage nicht mehr bewältigen, da wir nur die Menge an Bäumen fällen dürfen, die auch nachwächst“, sagte Jörg Sagel, Mitarbeiter im Holzverkauf beim Bundesforstamt Schwarzenborn. Dort wird der Preis pro Festmeter Brennholz etwas unter den Preisen von Hessenforst liegen.

Um etwa 15 Euro seien in den vergangenen vier Jahren die Preise für den Festmeter Buche angestiegen, schätzte Jörg Sagel. Und es könnte zu einer weiteren Verknappung und einem Preisanstieg kommen, wenn noch mehr Menschen zum Heizen statt Öl und Gas auf Biomasseprodukte wie Holzpellets umsteigen, meinte Ulrich Gerhold vom Jesberger Forstamt. Dort wurden im vergangenen Jahr etwa 10 000 Festmeter Brennholz im Wert von rund 560 000 Euro verkauft. Dieses Geld geht an die Waldbesitzer wie beispielsweise die Kommunen und wird für die Bewirtschaftung der Waldflächen genutzt. Beim Forstamt Neukirchen ist man derzeit mit dem Preisniveau für Brennholz zufrieden.

Dort und beim Forstamt Jesberg kann, anders als beim Bundesforstamt Schwarzenborn, derzeit noch die hohe Nachfrage nach dem nachwachsenden Rohstoff bedient werden. „Allerdings werden Nadelhölzer noch nicht so stark nachgefragt als Brennholz wie Buche und Eiche“, berichtet Gerhold. Aktuell kostet der Festmeter Nadelholz bei den Forstämtern Neukirchen und Jesberg etwa 45 Euro. Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr waren es in Neukirchen noch 42 Euro.

Wer Brennholz aus den Gebieten der Forstämter Jesberg und Neukirchen kaufen möchte, soll sich an die zuständigen Revierleiter wenden. www.hessen-forst.de

Von Michael Schorn

Quelle: HNA

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