Er brennt für seinen Beruf

Obervorschütz. Für Willi Mander ist sein Beruf eine Berufung. Die Geschichte des Obervorschützer Familienunternehmens reicht weit zurück. Sie begann 1859 mit dem Fertigen maßgeschneiderten Schuhwerkes.

Heute genießt der Betrieb für Orthopädie-Schuhtechnik einen ausgezeichneten Ruf. Seniorchef Willi Mander erhielt jetzt im Düsseldorfer Roncallis Apollo Varieté den Leonardo Award, eine Auszeichnung für den Gesundheitsfachhandel. Für die Jury sei es ausschlaggebend gewesen, dass Willi Mander seit 30 Jahren zu den Pionieren und Mitbegründern des Berufsbilds der Orthopädie-Schuhtechnik gehöre, heißt es in der Pressemitteilung Mander hat sein Handwerk von der Pike auf gelernt: Sein spezielles Engagement und Können gilt der Diabetikerversorgung, die bis heute zu den Schwerpunkten des Unternehmens zählt.

Bei einer optimalen Behandlung des diabetischen Fußes arbeiteten Internisten, Angiologen und Gefäßchirurgen, Orthopäden und Podologen zusammen, sagt der Obervorschützer. So viel gebündeltes Wissen habe es in den vergangenen Jahrzehnten ermöglicht, dass die Rate der Amputationen um die Hälfte zurück gegangen sei. Willi Mander brennt für seinen Beruf. Der Meister seines Faches hält Vorträge auf Kongressen, in Amerika nahm er an einer Studie zur Diabetesversorgung von obdachlosen Menschen teil.

Das Orthopädiehandwerk liegt den Manders im Blut: Willi Mander führte als 27-Jähriger den elterlichen Betrieb nach dem Tod des Vaters weiter, auch die beiden Töchter sind in die Fußstapfen des Vaters getreten: „Sie sind ebenfalls Schuster geworden”, sagt Mander. Doch sein Wissen in Sachen Fuß geht über das Schusterhandwerk von einst weit hinaus. Dafür sorgten viele Zusatzausbildungen und Tätigkeiten:

Seit 25 Jahren ist der Obervorschützer im Experten-Team zur Diabetesversorgungvon Dr. Wolfgang Spuck vom Rot-Kreuz-Krankenhaus in Kassel. An Ruhestand denkt Mander nicht: „So lange der da oben mich lässt mache ich auch weiter“, sagt er und blickt gen Himmel.

Von Rosi Först

Quelle: HNA

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