Wieder dabei

Dorfentwicklungsprogramm: Renovieren und Bauen in Breuna wird lukrativ

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Modernisiert: Die Tränke (Wasseranlage im linken Bereich) an der Breunaer Kirche wurde bei der ersten Teilnahme der Gemeinde am damaligen Dorferneuerungsprogramm umfangreich saniert. Der Brunnen nimmt mit seiner Waserfläche Bezug auf die historische Viehtränke, die sich einst an dieser Stelle befand

Breuna. Freude in Breuna: Als einzige Kommune aus dem Landkreis Kassel wurde die Gemeinde an der A44 in das aktuelle Programm der Dorfentwicklung aufgenommen. Damit ist eine Förderung von öffentlichen und privaten Bau- oder Sanierungsmaßnahmen in den kommenden zehn Jahren möglich.

„Auch wir freuen uns natürlich sehr über die Aufnahme“, sagt Peter Nissen, der beim Landkreis für die Dorfentwicklung zuständig ist. Dabei kämen auch die neuen Förderrichtlinien zum Tragen, sagte Nissen weiter. Bisher wurden nur einzelne Dörfer mit Geld unterstützt, nun können Kommunen mit all ihren Ortsteilen in den Genuss der Förderung kommen. Dies sei laut Nissen einerseits dem demografischen Wandel geschuldet, aber auch der Finanzknappheit der Kommunen.

Ebenfalls verändert haben sich die Förderquoten, statt 30.000 Euro können Privatpersonen künftig bis zu 45 000 Euro Fördergeld erhalten, dies sei ein „guter Anreiz“, sagte Nissen. Allerdings wurde auch die Mindestquote durch das Land Hessen verändert, statt 3000 Euro müssen nun 10.000 Euro investiert werden, um Geld des Landes abzugreifen, natürlich ein Wermutstropfen, sagte Nissen, der die Entscheidung des Landes aber nicht weiter kommentieren wollte. Da Breuna und der Ortsteil Wettesingen bereits einmal in den Genuss der damaligen Dorferneuerung kamen, geht Nissen im kommunalen Bereich von den Schwerpunkten Ober- und Niederlistingen aus. Dennoch werden aber alle Ortsteile letztlich gleich behandelt.

Die Details werde man aber ab sofort mit Bürgermeister Klaus-Dieter Henkelmann klären, dabei wird auch das neue Integrierte kommunale Entwicklungskonzept (IKEK) zum Einsatz kommen. Ziel von IKEK ist es, ein zukunftsfähiges Konzept für Kommunen zu erstellen. Ab 2015 sollen erste Projekte in Breuna gefördert werden.

Von Nicolai Ulbrich

Quelle: HNA

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