Breunaer Bürger gestalteten Konzert in der frisch renovierten Kirche

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Das Finale: Zum Abschluss des Konzertes in der Breunaer Kirche sangen alle Akteure zusammen das Stück „Danke für die Lieder“. Fotos:  Hoffmann

Breuna. Was schenkt man einer Kirche, die gerade frisch renoviert im neuen Glanz erstrahlt? Es sollte etwas Persönliches sein, meinten die Breunaer, Stimmen schienen ihnen genau passend. Nicht irgendwelche, sondern die aus der Gemeinde, von Menschen, die ihrer Kirche etwas ganz Besonderes schenken wollten.

Unter dem Motto „Unsere Stimme(n) für die Kirche“ schnürten sie ein musikalisches Paket, das sie im prall gefüllten Gotteshaus überreichten. Alle wollten dabei sein, als Chöre und Musikgruppen, aber auch Privatpersonen ihre Lieblingsstücke darboten, so viele, dass nicht jeder einen Platz im alten Gotteshaus fand.

Diejenigen, die dabei sein durften, erlebten einen außergewöhnlichen Abend mit viel Herz, jeder Menge Leidenschaft und musikalischen Überraschungen, die so wohl nur selten in einer Kirche zu erleben sind.

Wenn Initiatorin Ronja Reinhard da etwa Sarah McLachlans „Angel“ singt, dann klingt das zwar nicht unbedingt wie das Original, doch dafür ungleich engelhafter, wie es der Titel verlangt. Gänsehaut machte sich da breit und frenetischer Jubel war kaum genug, um für den Ohrenschmaus „Danke“ zu sagen.

Wilder Stil-Mix

Es war ein wahrhaft wilder Mix an Stilen und Genres, den das musikalische Dorf in einer gut anderthalbstündigen Show präsentierte. Annette Schmand schickte die Schlagerbeats von Helene Fischers „Und morgen früh küss ich dich wach“ durchs Kirchenschiff, Andrea Bosshardt und Séan Gallacher entführten mit „Flower of Scotland“ in das Land der Kilts und Dudelsäcke, während Frank Wiegand zeigte, dass der „Schwarze Peter“ nicht nur ein Kartenspiel, sondern auch eine Oper mit sehr einprägsamen Melodien und fast schon volksliedhaftem Ton ist. Er sang mit „Ach, ich hab’ in meinem Herzen da drinnen“ das wohl bekannteste Stück, und ganz Breuna stimmte mit ein.

Otto Schwedes gab sich mit „Jedes Kind braucht einen Engel“ als Liedermacher, die Chöre Concordia und 2nd Hands verzauberten mit „Confitemini Domino“, und Inge Herrmann, Heike Wischnath sowie Elke Mann schickten ihre Zuhörer „auf zu neuen Ufern“.

Musicalklassiker, Schlager, Pop, Rock und Kirchenmusik - die bunte Mischung verführte zu stehenden Ovationen, die in der frisch renovierten Kirche dem finalen „Danke für die Lieder“ ein mehr als verdientes Bild gaben.

Quelle: HNA

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