Breunaer Wasser für Caldener Sprudelfirma?

Breuna. Ob im kommenden Jahr das Wasser aus Breunaer Brunnen in Sprudelflaschen abgefüllt wird, damit beschäftigt sich derzeit der Gemeindevorstand Breunas. Hintergrund ist eine Anfrage der Wilhelmsthaler Mineralbrunnen GmbH mit Sitz in Calden.

Nach Angaben von Ullrich Schweitzer, Geschäftsführer der Hassia-Gruppe, zu der das Caldener Unternehmen gehört, werden derzeit in einer Machbarkeitsstudie die Möglichkeiten geprüft. Dazu zählen unter anderem die Leitungswege und auch, wie es mit der Sanierung eines der beiden Brunnen aussieht. Denn nach Angaben von Breunas Rathauschef Klaus-Dieter Henkelmann ist Brunnen zwei defekt und dringend sanierungsbedürftig. Beide Brunnen befinden sich westlich des Ortsteils Rhöda. Die Wilhelmsthaler Mineralbrunnen GmbH will aus Brunnen eins fördern, der in der Gemarkung Volkmarsen liegt. Wenn Breuna das Wasser abtritt, würde sich das Caldener Unternehmen für die Brunnen-Sanierung verpflichten.

Insgesamt können aus beiden Brunnen 200.000 Kubikmeter Wasser pro Jahr gefördert werden. Breuna benötigt nach eigenen Angaben 60 000 Kubikmeter jährlich. „Da ist noch jede Menge Wasser“, sagt der Bürgermeister. Bis zu 50.000 Kubikmeter Wasser jährlich würde die Wilhelmsthaler Mineralbrunnen GmbH laut Henkelmann fördern. Zu einer Knappheit für die Bevölkerung könne es zu keinem Zeitpunkt kommen, da die Trinkwasserversorgung stets Vorrang habe.

Für Breuna wäre vor allem die Sanierung des defekten Brunnen von Vorteil. Denn im Jahr 2019 laufen laut Henkelmann die Wasserrechte aus und bis dahin müsse der Brunnen saniert werden. Derzeit wird geplant, die Leitung von Brunnen eins bis zum Hochbehälter Am Braunsberg und dann durch den Escheberger Wald nach Westuffeln zu führen. Eine Strecke von etwa zwölf  Kilometern.

Quelle: HNA

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