Brücke zwischen Alten-und Neuenbrunslar soll frühestens ab 2015 erneuert werden

Nun wieder in der Planung: Seit Jahren soll die Ederbrücke saniert werden. Wegen Geldnot der Landesregierung waren die Vorarbeiten auf Eis gelegt worden. Foto:  Archiv

Felsberg. Die Planungen zur Sanierung der Ederbrücke zwischen den Felsberger Stadtteilen Altenbrunslar und Neuenbrunslar werden wieder aufgenommen.

Dies teilte Hessens Wirtschaftsminister Dieter Posch mit. Das aus dem Jahr 1890 stammende Bauwerk und die kleine Brücke über einen Flutgraben seien für heutige Anforderungen zu schmal, heißt es in der Mitteilung.

Der Wunsch der Stadt nach einer Verbesserung der Verkehrsverhältnisse sei verständlich sei, schrieb der Minister.

Mit Denkmalschutz klären

Wie Posch erläuterte, sind zunächst die Sanierungsalternativen auszuarbeiten und mit den Fachbehörden, vor allem dem Denkmalschutz abzustimmen. Erst danach sei eine Entscheidung über den Umfang der Arbeten möglich.

Geldnot stoppte Planung

„Bis zur baulichen Umsetzung wird die Ederbrücke durch Erhaltungsarbeiten in einem verkehrssicheren Zustand erhalten“, heißt es in dem Schreiben. Eine Realisierungsperspektive bietet sich frühestens ab 2015. Die Planungen waren 2010 mit Rücksicht auf die Schuldenbremse im Landeshaushalt unterbrochen worden.

Historisches Bauwerk

Die historische Gewölbebrücke ist die einzige Verbindung zwischen den beiden Stadtteilen und wird täglich von etwa 2300 Fahrzeugen passiert. Fahrbahn und Gehwege sind schmal, die Tragkraft ist begrenzt.

In der Vergangenheit hatte sich nicht nur die Stadt um eine Verbesserung bemüht sondern auch der Ortsbeirat. Jeden Morgen, jeden Mittag müssen die Grundschüler aus Altenbrunslar die Ederbrücke überqueren. Ihre Schule liegt in Neuenbrunslar. Der schmale Fußweg auf der Brücke ist dem Altenbrunslarer Ortsbeirat schon seit Jahren ein Dorn um Auge. Schon der frühere Bürgermeister Klaus Stiegel hatte eine Mindesbreite von 1.50 Meter gefordert.

Bereits für den Felsberger Haushalt 2010 erneuerte das Gremium seine einige Jahre alte Forderung nach mehr Sicherheit für Kinder, aber auch für ältere Menschen. Der Ortsbeirat sehe es als nicht weiter tragbar an, dass dieser wichtige Punkt zum Schutz vor allem der Kinder und Älteren seit Jahren im Haushaltsplan nicht berücksichtigt werde, hieß es seinerzeit im Protokoll einer Ortsbeiratssitzung.

Die Forderung nach einer zügigen Brückensanierung und einer Verbesserung für die Fußgänger geht aber noch deutlich weiter in die Vergangenheit zurück. Im Frühjahr 1999 – die Ortsbeiräte von Alten- und Neuenbrunslar hatten sich für den Bau von Kreiseln im Zuge der Ederbrückensanierung ausgesprochen – erfuhren sie, dass Sanierung und Kreisel im Wirtschaftsministerium kein Thema sind. So stand es Ende März in der HNA. Der Wunsch nach Kreiseln fußte seinerzeit darauf, dass Autofahrer nicht mehr so schnell in die Orte hineinfahren können sollen. (bmn)

Quelle: HNA

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