Brücken machen Sorgen: Abriss und Neubau für Grebenau und Wagenfurth

Grebenau/Wagenfurth. Die Fuldabrücke nach Grebenau und die nach Wagenfurth sind den heutigen Anforderungen nicht mehr gewachsen und zumindest reparaturbedürftig. Das aber wäre teurer als neu zu bauen.

Dafür gibt es mehrere Varianten. Eine Arbeitsgruppe soll bis zum Jahresende entscheiden, welche die beste Lösung ist. Die beiden Brücke gehören dem Schwalm-Eder-Kreis. Dieser kann die Kosten, die je nach Variante zwischen 6,7 Millionen und drei Millionen Euro liegen, nicht allein schultern und ist somit auf Unterstützung des Landes angewiesen.

Dafür aber gibt es bestimmte Richtlinien, unter anderem für Tragfähigkeit und Breite. Man müsse also mit dem Land verhandeln, ob diese Standards eventuell unterschritten werden können und dennoch eine Förderung möglich ist, machte ein Sprecher der Kreisverwaltung deutlich. Die Standard-Breite beträgt bei der Fahrbahn 5,50 Meter, die Gesamtbreite bis zu acht Meter, erklärte Guxhagens Bürgermeister Edgar Slawik in der Parlamentssitzung am Donnerstag, als er die Gemeindevertreter über den Stand der Dinge informierte.

Handlungsbedarf

Aus Sicht des Kreises besteht Handlungsbedarf für beide Brücken. Die von Guxhagen favorisierte Lösung ist ein Neubau der Grebenauer Brücke. Damit würde auch die enge Zufahrt von der Bundesstraße 83 entfallen. Dort müssten Lastwagen beim Einbiegen bis auf die Gegenfahrbahn ausholen, sagte Slawik.

Die Brücke nach Wagenfurth könnte nach Ansicht der Guxhagener so bleiben, wie sie ist. Erlaubt ist derzeit eine Belastung mit 30 Tonnen in beide Richtungen. Slawik: „Notfalls müsste die Begrenzung nach und nach herabgesetzt werden.“ Möglich wären auch kleine Verbesserungen, um die Tragfähigkeit zu erhalten.

Würde diese Brücke dagegen ebenso wie die in Grebenau abgerissen, gibt es noch die Möglichkeit, eine neue zwischen beiden Dörfern zu bauen. Das möchten jedoch die Bewohner beider Dörfer nicht, wie sich in einer Bürgerversammlung jüngst zeigte und hätte auch zur Folge: Die vor einigen Jahren zurückgebaute Kreisstraße zwischen Lobenhausen und Wagenfurth müsste zumindest für Langholzwagen wieder freigegeben werden.

Diese nämlich müssen immer wieder einmal einen Zimmereibetrieb in Wagenfurth anfahren. Ein solcher Langholzwagen käme aber nicht durch die enge und verwinkelte Straße in Wagenfurth.

Quelle: HNA

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