Seit Jahren steht auf dem Sportplatz einen Nisthilfe

Brunslar wartet auf den Storch

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Sie hoffen auf Storchennachwuchs: von links Ortsvorsteher Hilmar Löber, der Brunslarer Nabu-Vorsitzende Heiko Fenzl und Otto Gerhold vom Nabu Unteres Edertal.

Neuenbrunslar. Es ist nicht so, dass die Störche sich nicht wohlfühlen würden auf dem Sportplatz in Neuenbrunslar. Immer wieder werden sie dort gesichtet, sie sitzen bevorzugt auf den Flutlichtmasten.

Aber dort ein Nest zu bauen und zu brüten – davon haben sich die Störche bislang noch nicht überzeugen lassen. Dabei steht schon seit drei Jahren ein Nistplatz für sie bereit.

Die Idee, eine Nisthilfe zu bauen, kam den Mitgliedern der Brunslarer Ortsgruppe des Naturschutzbundes (Nabu), nachdem häufig Störche in Neuenbrunslar gesichtet worden waren. Der stellvertretende Ortsvorsteher Hilmar Löber wohnt direkt gegenüber vom Sportplatz und hat beste Sicht auf die Störche, wie er erzählt.

Den Nistkorb mit einem Durchmesser von 1,20 Meter hat Arnold David gratis geschmiedet und montiert – auf einem 13 Meter hohen Strommast, den der Felsberger Bauhof spendierte. Die Kosten für das fachgerechte Auftstellen des Mastes trug die Untere Naturschutzbehörde.

Es wäre also alles bestens – wenn sich auf der Nisthilfe denn endlich mal ein Storch häuslich einrichten würde. „Drauf gesessen haben sie schon“, sagt Heiko Fenzl, Vorsitzender des Nabu in Brunslar. Damit die Störche irgendwann auch mal anfangen, dort zu nisten, arbeiten die Brunslarer jetzt mit Tricks: Sie haben die Nisthilfe mit weißer Farbe bekleckst und mit Weidenzweigen behängt. Das soll den Störchen den Eindruck vermitteln, dass dort schon Störche genistet und ihr Geschäft erledigt haben. Denn Nistplätze, die schon genutzt wurden, sind für Störche attraktiv. (jul)

Quelle: HNA

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