Hessischer Leseförderpreis für besonderen Einsatz geht an die Bibliothek in Jesberg

Bücherei bleibt am Ball

Lesen mit Ulli: In der Reihe „Wir bleiben am Ball“ las der Sportmoderator Ulli Potofski in der Jesberger Bücherei aus seinen Romanen. Für das Projekt gibt es jetzt den Leseförderpreis. Archivfoto: nh

Jesberg. Auf Sieg hatte die Mannschaft der Gemeindebücherei Jesberg gesetzt und gewonnen. Für ihr Projekt „Wir bleiben am Ball“ wird die Bücherei im Maximilianschlösschen am Freitag im Kasseler Rathaus mit dem Hessischen Leseförderpreis ausgezeichnet.

„Wir haben eine der besten Büchereien der Welt“, kommentierte Bürgermeister Günther Schlemmer euphorisch die Auszeichnung. Es sei vor allem dem Einsatz von Kerstin Kling, Petra Kaufmann und Andrea Nagel zu verdanken, dass die Bücherei die Leser lockt. Denn das Angebot des Büchereiteams gehe über die reine Öffnungszeit weit hinaus.

„Es muss ein Projekt sein, bei dem man sieht, das hätte die Bücherei nicht machen müssen.“

Elisabeth Volck-Duffy vom Leseförderpreis

Das ist eine der Voraussetzungen des Wettbewerbs Leseförderpreis, der seit 1995 ausgeschrieben wird. Der Jesberger Beitrag „Wir bleiben am Ball“ gefiel der Jury, sagt Elisabeth Volck-Duffy vom Leseförderpreis. Es sei ein Projekt, „bei dem man sieht, dass das Büchereiteam es nicht hätte machen müssen, aber viel Freude hatte“. Inhaltlich hatte sich das Projekt literarisch mit der Fußballweltmeisterschaft 2010 befasst. Über die Höhe des Preisgeldes für die Bücherei wollte Volck-Duffy nichts sagen.

In der Reihe „Wir bleiben am Ball“ hatte das Jesberger Bücherei-Trio zahlreiche Veranstaltungen, Lesungen und ein Bilderbuchkino organisiert. Unter anderem las der Fußballmoderator Ulli Potofski aus seinen Romanen, bei denen es natürlich um den Fußball geht.

Am Ball bleibt die Jesberger Gemeindebücherei auch bei den Preisen. Denn schon vor zwei Jahren erhielt sie den von der Sparkassen-Kulturstiftung ausgelobten Förderpreis in Höhe von 1500 Euro.

Von Rainer Schmitt

Quelle: HNA

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