Bücherei-Team organisierte Aktion "Bäume, Bücher und Begegnungen"

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Leben schenken: Forstwirtschaftsmeister Jens Lau zeigt Hannah und Finja Mootz sowie Miriam Aue, sowie (im Hintergrund) Johanna Zuschlag wie und wo sie ihre kleine Eiche pflanzen können. Im Hintergrund Sebastian Krohn, der als angehender Förster Rede und Antwort stand.

Jesberg. Mit einer Pflanzaktion beendete das Büchereiteam in Jesberg sein Jahresprogramm "Bäume, Bücher und Begegnungen".

60 Kinder und Eltern waren am Samstagvormittag mit dem Revierförster von Hessen-Forst, Peter Zuschlag im Wald unterwegs und pflanzten 150 neue Bäumchen an kahlen Stellen, die das Sturmtief Doris im vorigen Jahr hinterlassen hatte.

"In der Nacht vom 10. auf den 11. Juni wurde dort eine Schneise in unseren Wald geschlagen, die mit dem Holzeinschlag von zehn Jahren vergleichbar ist und das innerhalb von einer halben Stunde," erläuterte der Förster. Nun müssten in den kommenden drei Jahren 400.000 Bäume nachgepflanzt werden, begründete er das Interesse an dieser Pflanzaktion.

"Kindern den Wald nahezubringen, das ist eine Sache, die sie ein Leben lang begleitet", erklärt er seine Freude. Eine Eiche wachse 200 Jahre, wenn die Kinder mit dem Pflanzen eines kleinen Bäumchens also Ehrfurcht vor den schon großen Bäumen entwickeln, hätten er und seine Kollegen viel erreicht.

Zuschlag hatte Roteiche und Bergahorn ausgewählt, weil diese nicht viel Wasser zum Anwachsen benötigen, aber später mit ihren tiefen Wurzeln möglicherweise einen weiteren Windbruch verhindern.

"Mit dem Drahtgeflecht schützen wir die jungen Bäumchen davor, dass sie vom Rehwild beschädigt werden" erklärte Sebastian Krohn, der als Forstinspektoranwärter die Aktion begleitete. Glücklich über den gewaltigen Zuspruch waren die Damen des Büchereiteams: Rita Kaufmann, Kerstin Kling und Andrea Nagel. Sie hatten im laufenden Jahr den Wald zum Thema gemacht und waren froh, dass auch die Pflanzaktion auf großes Interesse stieß.

Für drei Kinder hat der Vormittag ein Nachspiel, denn sie gewannen einen Ansitz mit dem Jäger. Drei erklärten sich bereit, jeweils ein Kind mit auf den Hochsitz zu nehmen und ihnen nachtaktive Tiere zu zeigen.

Von Helga Hebeler

 

Hintergrund

Prinzessinengarten ist mehr als 250 Jahre alt Zwischen 1723 und 1753 entstand südöstlich von Jesberg der Prinzessinengarten. Der Garten wurde auf Wunsch der vier Töchter von Prinz Maximilian von Hessen-Kassel angelegt. Im Zentrum des ehemaligen Gartens wurde eine Prinzessineneiche mit einem Hainbuchenkranz angelegt. Vom Maximilianschloss bis zum Garten führte eine Eichenallee, deren Restbestände noch erhalten sind. Heute gehört der Prinzessinnengarten zum hessischen Staatsforst und wird von Hessen-Forst betreut. (zeb)

Quelle: HNA

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