Heimatverein- und Kulturverein verliert für die Unterhaltung einer Touristenattraktion eine seiner starken Stützen

Bügler geht, Märchenmühle bleibt

Post aus Beiseförth: Mit dieser Postkarte grüßten Urlauber Verwandte und Freunde in der Heimat. Die nachträglich kolorierte Karte zeigt die Märchenmühle in den 1950er-Jahren und stammt aus der Sammlung von Friedhelm Kürpick. Archivfoto: nh

Beiseförth. Mit seiner Ehefrau Hannelore engagiert sich Udo Bügler seit 27 Jahren für alles und jeden in seiner Wahlheimat Beiseförth. Diese Woche zieht das Ehepaar zur Tochter ins Rheinland. Damit verliert die Arbeitsgruppe Märchenmühle im Heimat- und Kulturverein eine wichtige Stütze.

Um die 15 Häuser hat Udo Bügler für die Märchenmühle gebaut. Das Ensemble aus Miniaturhäusern macht Märchen der Gebrüder Grimm zum Thema. Zu sehen ist es in der Regel von April bis Oktober.

Das wird auch dieses Jahr so sein, kündigte Vereinsvorsitzender Ludger Pannenbäcker an. Man werde bei der Jahreshauptversammlung jemanden für die Aufgabe finden, gab sich der Vereinschef zuversichtlich und sagte: „Herrn Bügler kann man nicht genug loben.“

Bügler kam vor 27 Jahren über seine damalige Arbeit für eine Versicherungsgruppe nach Beiseförth. Als die Märchenmühle in den Jahren nach 2001 zu verfallen drohte, baute der heute 69-Jährige in seiner Garage neue Miniaturhäuser. Damit war er maßgeblich am Wiederaufbau der Märchenmühle beteiligt, die vor sieben Jahren neu eröffnet wurde.

Am Flusslauf der Beise

Die seither generalüberholte Märchenmühle liegt am Rande Beiseförths unmittelbar am Flusslauf der Beise. Die treibt dort direkt ein kleines Mühlrad und indirekt bewegliche Bestandteile der Märchenmühle an. Gegenüber der Märchenmühle steht ein Wassertretbecken, das permanent mit frischem Wasser aus einer Quelle am Beisenberg gespeist wird.

Märchenmühle wie Wassertretbecken sind Attraktionen für Ausflügler, berichtet Pannenbäcker. Schaulustige kämen die ganze Saison über, meist per Fahrrad auf dem Mühlenweg im Beisetal oder den Fernradweg R 1 zur Mühle. Dort könnten sich die Erwachsenen beim Wassertreten und die Kinder an den Häusern vergnügen. (lgr)

Quelle: HNA

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