Übergang von Schule zum Beruf soll erleichtert werden – neues Faltblatt aufgelegt

Ein Bündnis gibt Starthilfe

Er lernt Schreiner: Für Jugendliche ist es oft schwierig, den passenden Ausbildungsberuf zu finden. Foto: Archiv

Schwalm-Eder. Am Ende der Schulzeit werden die Weichen für die Berufslaufbahn gestellt. Bei der Wahl einer geeigneten Ausbildung hilft im Schwalm-Eder-Kreis ein Bündnis mit Partnern aus Wirtschaft, Schule, Landkreis und Arbeitsverwaltung, das unter der Abkürzung OloV firmiert.

Verschiedene Angebote wie einen Bildungskompass für den Unterricht, Seminare für Lehrer sowie ein virtuelles Ausbildungsportal (siehe Hintergrund) gibt es bereits. Nun ist auch ein Faltblatt aufgelegt worden, das Orientierung für den Übergang von der Schule zum Beruf geben soll.

Es wurde bei einem Treffen der OloV-Steuerungsgruppe vorgestellt, das in Melsungen stattfand. „Je genauer junge Menschen wissen, welchen beruflichen Weg sie einschlagen möchten, desto schneller werden sie fündig“, sagte Wolfgang Scholz von der Kreishandwerkerschaft Schwalm-Eder. Er ist der Koordinator des Bündnisses Im Schwalm-Eder-Kreis.

Berufswahlkompass

Den Berufswahlkompass erhalten Schüler von Haupt-, Real- und Förderstufen bereits im 7. Schuljahr. Der Ordner, in dem unter anderem alle Lernschritte dokumentiert werden, soll sie bis zu zum Ende der Schulzeit begleiten. Sie sollen sich über mehrere Jahre systematisch mit der Berufswahl beschäftigen.

Die Steuerungsgruppe hat sich darüber hinaus neue Ziele gesetzt. Unter anderem soll die Elternarbeit verbessert werden. Scholz: „Die Eltern beeinflussen ganz maßgeblich die Entscheidung der Kinder.“

Weiteres Ziel: Die Angebote der Ausbildungsbörsen und anderer Informationsveranstaltungen sollen vergleichbare Standards aufweisen.

Das Bündnis soll dazu beitragen, den Bedarf an Fachkräften in den Betrieben zu sichern. Deshalb richten sich die Angebote an Unternehmen, Schulen und Eltern, erklärte Monika von Brasch, die Projektleiterin für OloV in Hessen. Unternehmer könnten sich beteiligen, indem sie Praktikums- und Ausbildungsplätze anbieten. Lehrer sollten ihre Schüler beim Übergang von der Schule in den Beruf begleiten, Eltern ihre Kinder auf Beratungsangebote hinweisen. (hro)

Quelle: HNA

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