500 Bürger protestieren gegen geplante Stromtrasse Suedlink

Lichtermarsch gegen Suedlink in Bad Emstal: Bei der Demo, organisiert durch die Bürgerinitiative Bad Emstal um Vorsitzende Veronika Papenhagen-Stannick (vorne), nahmen 500 Menschen aus dem gesamten Altkreis teil. Foto: Ulbrich

Habichtswald/Bad Emstal. Mit Lichtermärschen haben etwa 500 Menschen am Montagabend gegen die geplante Stromtrasse Suedlink protestiert.

In Bad Emstal und Habichtswald hatten die jeweiligen Bürgerinitiativen dazu aufgerufen, mit Fackeln, Taschenlampen und Plakaten auf die Straße zu gehen, um gegen den geplanten Verlauf der Hochspannungsmasten durch das Wolfhager Land zu demonstrieren.

Vor dem Rathaus in Bad Emstal versammelten sich etwa 300 Bürger aus dem Altkreis, mit dabei auch Vertreter der Bündnisse aus Naumburg, Altenstädt und Wolfhagen, um friedlich gegen das umstrittene Projekt Suedlink zu protestieren. Organisiert hatte den Lichtermarsch die Bürgerinitiative Bad Emstal um Vorsitzende Veronika Papenhagen-Stanick.

Gemeinsam mit Bürgermeister Ralf Pfeiffer marschierte sie an der Spitze des Trosses, der vom Rathaus über die Kasseler Straße bis zum Kreisel und zurück marschierte. Immer wieder skandierten die Demonstranten „Wir haben keinen Bock auf Suedlink und Elektrosmog.“ Papenhagen-Stanieck war angesichts der vielen Teilnehmer zufrieden und sagte unter anderem, dass man „weiter gegen die Trasse kämpfen müsse - und werde.“ Ein ähnliches Bild bot sich in Habichtswald, wo zeitgleich 200 Menschen ihren Unmut über die Pläne des Betreibers Tennet lautstark zum Ausdruck brachten. Nicht nur Taschenlampen, Fackeln und Kerzen hatten die Habichtswalder gestern zu ihrem Lichtermasch quer durch den alten Ehlener Ortskern mitgebracht, sondern auch jede Menge Trillerpfeifen.

Laut zu sein und auf sein Begehren aufmerksam zu machen, sei gerade in diesen Tagen wichtig, wie BI-Vorsitzender Wolfgang Aßhauer erklärt. Über die richtige Form schriftlicher Widersprüche informierte er in der anschließenden Bürgerversammlung im Dorfgemeinschaftshaus.

Von Nicolai Ulbrich

Anti-Suedlink-Demos im Wolfhager Land

Quelle: HNA

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