Kommentar zur Mitarbeit von Gemeindevertretern: Das ist man dem Bürger schuldig

Gilserberg. Die Reihe der CDU-Fraktion im Gilserberger Hochland zeigt sich gelichtet. HNA-Redakteurin Claudia Schittelkopp im Kommentar zur Situation.

Das Leben als Lokalpolitiker ist kein Zuckerschlecken. Wenn das Geld in den öffentlichen Kassen knapp und knapper wird, schrumpft die Gestaltungsfreiheit der Gemeindevertreter zusehends. Zudem müssen Gebühren und Steuern erhöht werden. Freunde, Nachbarn und Bekannte lassen ihren Unmut dann an den Mandatsträgern aus - dabei haben die oft keine Wahl. Das frustriert.

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So wollen immer weniger ein Amt im Gemeindeparlament ausüben. Dennoch sollten Gemeindevertreter ihre Wahlperiode nicht nur absitzen, sondern die Situation vor Ort aktiv mitgestalten. Sonst wird die Funktion der Gemeindevertretung aufgeweicht - sie machen sich selbst überflüssig.

Mandatsträger haben das Vertrauen der Bürger gewonnen, die ihnen ihre Stimme schenkten. Vertrauen ist bekanntlich ein zartes Pflänzchen. An öffentlichen Sitzungen teilzunehmen, ist eine Möglichkeit, dem Wähler zu zeigen: Ich interessiere mich für dich. Hat man dazu keine Zeit, sollte man darüber nachdenken, das Mandat niederzulegen.

E-Mail an die Autorin: cls@hna.de

Quelle: HNA

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