Neue Stiftung auf Initiative von Ralf Pfeiffer - Gründungskapital: 95 000 Euro

Bürgergeld zur Bürgerhilfe

Bürgerschaftliches Engagement: Gründer der Bad Emstaler Bürgerstiftung (von links) Dr. Gerd Busse, Frank Möller, Stefanie Busse, Stefan Kratzke, Anita und Wilhelm Mette, Sonja und Ralf Pfeiffer. Die Rechtsfähigkeit bestätigte Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke durch die Übergabe der staatlichen Urkunde. Foto: zih

Bad Emstal. „Wenn ich zum Bürgermeister von Bad Emstal gewählt werde“, so Ralf Pfeiffer während seines Wahlkampfes, „dann will ich alles daran setzen, hier eine Bürgerstiftung zu gründen.“ Pfeiffer wurde gewählt und hat dieses Versprechen eingelöst - nicht als Gemeindeoberhaupt, sondern als Privatmann und mit weiteren Gleichgesinnten.

Die der staatlichen Aufsicht unterliegende gemeinnützige Bad Emstaler Bürgerstiftung, die erste ihrer Art im Landkreis Kassel, hat jetzt durch Übergabe der entsprechenden Urkunde durch Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke ihre Rechtsfähigkeit erhalten.

Eine Bürgerstiftung ist eine Form der gesellschaftlichen Selbstorganisation von Bürgern für Bürger, die sich fördernd für das Gemeinwohl einsetzt - unabhängig, autonom handelnd mit einem möglichst breiten Stiftungszweck. Von solchen Stiftungen gibt es in Hessen derzeit 17.

Ralf Pfeiffer: „In meiner Freizeit habe ich jede Menge Klinken geputzt, um Stifter zu finden. Ich bin dabei auf positive Resonanz gestoßen, habe aber auch verbale Prügel bezogen.“ Das Ergebnis des Klinkenputzens kann sich sehen lassen: Die Bad Emstaler Bürgerstiftung startet mit einem Gründungskapital von 95 000 Euro. Wobei der Stiftungsvorstand hofft, dass dies noch lange nicht das Ende der Fahnenstange ist und weitere Stifter gefunden werden. Die Verantwortlichen im Stiftungsvorstand sind neben Ralf Pfeiffer Dr. Gerd Busse und Balhorns evangelischer Gemeindepfarrer Stefan Kratzke, zudem im erweiterten Vorstand, neben Sonja Pfeiffer und Stefanie Busse, die Raiffeisenbank Wolfhagen, vertreten durch Frank Möller, die Familien Mette und Bochmann, Renate Krahtz und das Sportstudio Vital Inn von Stefan Engel.

Schwerpunkte der konfessionell und parteipolitsch nicht gebundenen Förderung in der Gemeinde Bad Emstal sind nach Angaben Pfeiffers Bildung und Erziehung, Jugend- und Altenhilfe, Kunst, Kultur und Denkmalpflege, Umwelt- und Naturschutz, Landschafts- und Heimatpflege, Heimatkunde, Sport, kirchliche und karitative Zwecke, demokratisches Staatswesen, Soziales, ehrenamtliches Engagement sowie hilfsbedürftige Menschen, die nach Antrag und Prüfung aus dem Stiftungskapital unterstützt werden können. (zih)

Quelle: HNA

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