Kritik am Hotel-Rückkauf der Stadt

Bleibt ein politischer Zankapfel: Das Borkener Bürgerhaus mit Hotel und Restaurant. Beide Gebäudeteile gehören jetzt wieder der Stadt Borken. Archivfoto: Dellit

Borken. Scharfe Kritik am Rückkauf des Hotelteils des Borkener Bürgerhauses durch die Stadt übt die Interessenvertretung Klärwerk (IVK). Der Verein spricht von einem „waghalsigen Unternehmen".

Hintergrund ist der in der letzten Stadtverordnetensitzung des Jahres 2013 beschlossene Rückkauf des Hotels, das seit dem Bau im Jahr 1996 politisch hoch umstritten ist. Zwischenzeitlich war die Stadt zeitweilig sogar selbst Betreiber des Hotels gewesen. Nun will die Stadt den Hotelteil an den bisherigen Eigentümer verpachten.

Nicht wirtschaftlich

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Dieser hatte Verbindlichkeiten aus dem Kaufvertrag über Jahre nicht bedient. Ein Gutachten hat ergeben, dass das Hotel unter den bisherigen Bedingungen nicht wirtschaftlich zu betreiben sei, daher wird die Stadt es nun subventionieren und jährlich 100 000 Euro Betriebskosten übernehmen.

Die Interessenvertretung, die im Zusammenhang mit dem Kostenstreit um die Klärwerke gegründet wurde, spricht von „ unglücklichen und zudem für die Öffentlichkeit höchst peinlichen Umständen“.

Es sei „unerhört und darüber hinaus unannehmbar, derart kostspielige Transaktionen in wahrer Gutsherrenmanier zu Lasten von Borkens Steuerzahlern durchzuführen“, heißt es in einer Pressemitteilung der IVK.

Einerseits würden den Borkenern unpopuläre Einschnitte wie selbstverständlich zugemutet, andererseits müssten die Bewohner gleichzeitig Subventionen unwirtschaftlicher städtischer Prestigeprojekte akzeptieren.

Man dürfe das Maß nicht aus den Augen verlieren, schreibt die IVK. So mancher gut gemeinte Beschluss im städtischen Parlament habe sich in Borken im Nachhinein als finanzielles Fiasko erwiesen. (ode)

Quelle: HNA

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