Die Bürgerlichen wollen Pfau als Schwalmstädter Bürgermeister

Standen Rede und Antwort: links Karina Moritz und Karsten Schenk (CDU), Michael Knoche (FWG), Dr. Constantin Schmitt (FDP) und Jörg Hebebrand (FWG) am Mittwoch im Anbau der Kulturhalle. Um alle Personen auf dem Bild zu sehen, bitte auf vergrößern klicken.

Schwalmstadt. Am 25. September wird in Schwalmstadt ein neuer Bürgermeister gewählt. Die Ortsverbände von CDU, Freien Wählern und FDP unterstützen Frank Pfau (52, FDP), der als freier Bewerber kandidiert.

In einer Pressekonferenz begründeten sie das. Vertreter der drei Fraktionen erklärten gemeinsam, warum sie Frank Pfau in dem Amt sehen wollen.

Karsten Schenk, CDU: 

Beim Mitgliederparteitag habe es eine Zustimmung von 87,5 Prozent für Pfau bei fünf Nein-Stimmen gegeben, dies seien in etwa die gleichen Quoten wie seinerzeit für Dr. Gerald Näser, erklärte der Fraktionsvorsitzende. Er betonte, dass man an Näsers Genesung geglaubt habe und erst nach der Beerdigung Gespräche mit allen Fraktionen außer der der SPD geführt habe, „diese waren sehr konstruktiv“. Konsens sei gewesen, dass man keinen Bewerber für eine Übergangszeit wolle. Alle Fraktionen, auch die CDU, hätten Kandidaten aufbieten wollen, „alle haben aus verschiedensten Gründen abgesagt“.

Stefan Pinhard wollte die CDU nicht unterstützen, „wir vermissen die Durchsetzungskraft und wollen keinen reinen Verwaltungsfachmann“.

Nach Meinung der CDU könnte Pfau Näsers „Haushaltskonsolidierung weiterführen, motivieren und clevere Ideen entschlossen umsetzen“. Schenk: „Wir wollten nicht auf Biegen und Brechen einen eigenen Bewerber stellen.“ Rein fristenmäßig sei ein schnelleres Entscheidungsverfahren in der CDU nicht möglich gewesen.

Dr. Constantin Schmitt, FDP: 

Der Vorstand sei sich sicher, dass Pfau die Fähigkeit besitzt, das Amt auszufüllen und Mehrheiten zu finden. Durch seine berufliche Laufbahn und als erfolgreicher Selbständiger bringe er die Kompetenz mit, als Sachverständiger und durch seine Fortbildungen die Führungsqualität plus die nötige Vernetzung, etwa als Handwerksobermeister und durch Vereinsarbeit. Besonders hob Schmitt Pfaus Baurechts-, Managements- und Methodenkenntnisse zur Kostenreduzierung hervor.

Michael Knoche, FWG: 

Die Freien Wähler hätten sich am Dienstag dieser Woche für Pfau ausgesprochen, es habe „zwei Strömungen“ gegeben (50 Prozent für Pfau, 17 Prozent Pinhard, 33 Prozent Enthaltungen), während man bei der vorigen Wahl Stefan Pinhard unterstützte. Pfau sei qualifiziert für das Amt, „wir haben etliche Schnittpunkte“. Als Stichwort nannte Knoche die geforderte Organisationsuntersuchung der Stadtverwaltung. Nun hoffe man, auch die Grünen noch ins Boot zu bekommen.

Die Gespräche 

Alle drei Sprecher betonten, die Gespräche zwischen den vier Fraktionen seien besonders ergiebig gewesen und würden, so Karsten Schenk, zu einem „besseren Miteinander führen, egal, wie die Wahl ausgeht“.

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Quelle: HNA

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