Die Taktik der Roten Wurst öffnet Türen

Bürgermeister Günter Schlemmer startet in die vierte Amtsperiode

Amtseid: Zum Start in seine vierte und letzte Amtsperiode legte der Jesberger Bürgermeister Günter Schlemmer seinen Eid vor Michael Wolf, Vorsitzender der Gemendevertretung, ab. Foto: Schmitt

Jesberg. Das Wahlergebnis am 27. März für Günter Schlemmer war überwältigend: 86,3 Prozent der Jesberger Wähler wollten ihn auf dem Sessel im Rathaus sehen. Die Einführung in seine vierte und wie er ankündigte letzte Amtszeit am Montagabend in Dorfgemeinschaftshaus hatte eine schlichten, aber würdigen Rahmen.

Nur mit dem Mittelfinger der Schwurhand hatte Schlemmer Probleme, denn der blieb etwas geknickt. In seinen 18 Bürgermeisterjahren hat der gebürtige Wasenberger vieles bewegt, weiß, wie er die Menschen ansprechen muss, und wann er die „Taktik der Roten Wurst“ bei einem Besuch in Wiesbaden einsetzen muss. In den kommenden sechs Jahren werde er sich für die Gemeinde einsetzen, er werde sich verändern aber auch nicht verändern lassen. Dabei sei ihm klar, dass dass Wahlergebnis, mit dem er nicht gerechnet habe, Herausforderung und Verpflichtung zugleich sei. Er habe noch viele Ideen, die über die sechs Jahre reichten. Doch er stehe zu seiner Ankündigung im Wahlkampf, dass dies seine letzte Amtsperiode als Rathauschef sei.

Die Beständigkeit und Verlässlichkeit Schlemmers hoben die Gastredner hervor. Doch es gab mahnende Worte. So erinnerte der Erste Kreisbeigeordnete, dass er seine Kraft nicht nur im Beruf, sondern auch für die Familie und seine Aufgaben als Opa brauche.

Stellvertretend für den Zweckverband Schwalm-Eder-West sprach Borkens Bürgermeister Bernd Heßler. Er hob den kritischen Geist Schlemmers hervor, der „jede Vorlage ausdiskutieren muss“ und seine Fähigkeit, zu klagen, wenn es gelte, etwas für Jesberg herauszuholen. „Das macht er rhetorisch perfekt und spätestens nach drei Minuten werden die Taschentücher hervorgeholt.“ In seiner letzten Amtsperiode seien nicht nur in Jesberg, sondern auch im Zweckverband große Aufgaben zu erledigen und dafür sei Schlemmer der richtige Mann am richtigen Ort.

Ein Mann ein Wort

Jesberg habe sich beim Hessentag in Oberursel nicht nur als Dolles Dorf gezeigt. „Jesberg hat auch einen dollen Bürgermeister“, sagte Neuentals Bürgermeister Kai Knöpper, der für den Hessischen Städte- und Gemeindebund sprach. Bürgermeister Schlemmer sei ein Kapitän, der das Gemeindeschiff auf Kurs halte und dabei alle mitnehme. Sein Wort sei wie ein Handschlag mit Siegel, auf das man sich verlassen könne.

Quelle: HNA

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