Steinmetz: "Es kommt auf jede Stimme an"

Felsbergs Bürgermeister hofft auf eine zweite Amtszeit

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Bei der Apfelernte: Volker Steinmetz verbringt seine Freizeit gern draußen, hier im eigenen Garten mit Tochter Julia und Ehefrau Tatjana.

Felsberg. Wenn Volker Steinmetz einkaufen geht, kann das länger dauern: "Der Gang zum Supermarkt ist oft eine halbe Sprechstunde", sagt der Felsberger Bürgermeister.

Diese Gespräche auf der Straße führt er gern. Deshalb fährt der 45-Jährige oft mit dem Fahrrad zu Terminen: "Da komme ich viel mit Leuten in Kontakt."

Jetzt ist es für Steinmetz wichtiger denn je, zu wissen, was die Felsberger bewegt denn er möchte am 3. November als Bürgermeister wiedergewählt werden. Einziger Gegenkandidat ist Stefan Rother. "Ich will mich nicht auf meinem Amtsbonus ausruhen", betont Steinmetz.

Zum Ausruhen kommt Steinmetz ohnehin selten. "Manchmal denke ich, man sieht ihn mehr in der Zeitung als zuhause", sagt seine Frau Tatjana (42) und lacht. Immerhin: Ein- bis zweimal pro Woche fährt er mittags vom Rathaus hinüber nach Beuern, um mit seiner Frau und der 14-jährigen Tochter Julia zu Mittag zu essen. Und am Wochenende stehen Ausflüge mit der Familie an.

Seine Freizeit verbringt Steinmetz am liebsten an der frischen Luft, ob im eigenen Garten oder im Wald. Für frische Luft möchte er auch in der Felsberger Altstadt sorgen und alles daran setzen, dass die Ortsumgehung gebaut wird. "Wir haben Leben in die Altstadt gebracht, die jahrzehntelang vernachlässigt wurde und wir müssen sie noch weiter beleben", sagt Steinmetz.

Anschluss an FEE ist sein Ziel

Außerdem wolle er den Wirtschaftstandort Felsberg stärken: "Wir müssen neue Firmen ansiedeln und die vorhandenen Unternehmen halten." Steinmetz ist zufrieden, wenn er auf seine vergangene Amtszeit zurückblickt. "Ich finde es schön, dass wir unsere Kindergärten saniert und erweitert haben. Und wir wissen jetzt, wie wir die Energiewende in Felsberg schaffen können keine Kommune wurde diesbezüglich so genau untersucht."

Allerdings gesteht der Bürgermeister auch Fehler ein: "Beim Feuerwehrhaus in Gensungen haben wir viel Zeit und Geld verloren." Seine Tochter Julia wirft ein: "Nächstes Mal weißt du s besser." Sie hält ihren Vater für einen guten Bürgermeister gerade auch, weil keine Partei hinter ihm stehe. Steinmetz Frau Tatjana ergänzt: "Er hat ein unwahrscheinliches Durchhaltevermögen: Wenn er was anpackt, steht er auch dahinter." Hartnäckig zeigt sich Steinmetz etwa beim Thema Stromnetze: "Ich möchte erreichen, dass sich Felsberg wie andere Kommunen in der Region der Fulda-Eder-Energie GmbH anschließt."

Viele Felsberger, so ist Steinmetz Eindruck, teilen seine Positionen. Ob dies auch bei der Wahl zum Ausdruck kommt, wird sich am 3. November zeigen: "Es wird ein spannendes Rennen. Da wird es auf jede Stimme ankommen", sagt Steinmetz.

Von Judith Féaux de Lacroix

Quelle: HNA

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