Bürgermeister-Wahl: Jürgen Lenz will im zweiten Anlauf ins Neuentaler Rathaus

Neuental. Jürgen Lenz versucht es noch einmal. Der 51-Jährige Hamburger will Bürgermeister von Neuental werden. Vor sechs Jahren, im ersten Anlauf, hatte er 5,6 Prozent der Stimmen erhalten.

Er sei von vielen Menschen aufgefordert worden, abermals anzutreten, sagt der studierte Wirtschaftsingenieur mit Hauptwohnsitz Timmendorfer Strand, wo er eine Beratungsfirma betreibt. Mittelständische Betriebe gehörten zu seinen Kunden. Doch mehr wolle er über seine beruflichen Aktivitäten nicht sagen.

Jürgen Lenz

Vor über zehn Jahren verschlug es Lenz nach Zimmersrode. Fünf Jahre lang lebte er dort, dann verschwand er wieder. Nun sucht er dort wieder eine Bleibe. Als Bürgermeister wolle er die Dinge aus Sicht der Bürger betrachten. Dabei wolle er mehr Transparenz schaffen, beispielsweise darüber, warum der Solarpark am Petersberg insolvent sei. Und ein offenes Ohr für die Nöte der Neuentaler wolle er haben.

Überhaupt sei es sein Ziel, die Menschen bei der Lösung von Problemen einzubeziehen. Seiner Beobachtung nach fühlten sie sich allein gelassen und nicht akzeptiert. Eine Bürgerstunde, die er als Bürgermeister einrichten will, soll das abstellen.

Schade findet es der 51-Jährige, dass es keinen richtigen Jugendtreff mehr gibt. Schon vor sechs Jahren habe er sich dafür eingesetzt. Dabei setzt er auf Eigenverantwortung der Jugendlichen. Die würden ein eigenes, selbst eingerichtetes Haus nicht kaputt machen. Helfen könne dabei ein arbeitsloser Sozialarbeiter.

Nicht nur die Jugend liegt ihm am Herzen. Er will dafür sorgen, dass Handel und Gewerbe in Schwung kommen, dass sich Betriebe ansiedeln und Arbeitsplätze entstehen. Helfen soll dabei das Internet. „Die Neuentaler Gewerbetreibenden müssen auf der Website der Gemeinde aufgeführt werden.“

Unzufriedenheit hat Lenz in Schlierbach ausgemacht. Seien Kritik: Die Einwohner seien ungenügend über den Kanalbau und das Abwassersplitting informiert worden. Sie hätten in die Planung eingeschlossen werden sollen, findet Lenz: „Die Menschen fühlen sich nicht einbezogen.“ Genau das wolle er ändern.

Damit Neuental bekannt wird, will er Werbung mit den Dingen machen, die es heute schon gibt: einen schönen Kindergarten, zwei Bahnhöfe, ein Badesee, zahlreiche Selbstständige und viel Potenzial. Lenz will einen Wochenmarkt aufbauen, Patenschaften für Backhäuser anregen und Backgemeinschaften bilden, die ihr Brot über das Internet verkaufen könnten.

Das Bürgermeisteramt sieht er als Verpflichtung, die Menschen zu vertreten. Deshalb sieht er Chancen, ein gutes Ergebnis zu bekommen: „Ich trete an, um zu gewinnen.“

An seinem Wahltelefon will er für Fragen erreichbar sein unter Tel. 0176 / 907 934 99.

www.lenz-buergermeister.de

Quelle: HNA

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