Sicherungsverwahrung: Bürgermeister warb für JVA

Ziegenhain. Für Standort Sicherungsverwahrung in Ziegenhain warb Schwalmstadts Bürgermeister Wilhelm Kröll in dieser Woche in Wiesbaden. Auf Einladung der Landtagsabgeordneten Regine Müller weilte Kröll während der Plenarsitzung in der Landeshautpstadt

Hintergrund: Die veranschlagten Kosten für einen Gefängnisneubau innerhalb der Wasserfestung Ziegenhain haben sich annähernd verdoppelt. Es ist auch die Rede davon, die Sicherungsverwahrung in die JVA Weiterstadt zu verlegen.

Müller und Heike Hofmann, justizpolitische Sprecherin der SPD, fordern das Ministerium bei den Prüfungen bezüglich des künftigen Standortes erneut auf, die strukturelle Situation in Schwalmstadt zu berücksichtigen. „Dass eine Stadt sich für die Unterbringung von Sicherungsverwahrten einsetzt, ist einzigartig und muss angemessen bei der Entscheidung berücksichtigt werden“, so Müller.

Hofmann gab zu bedenken, dass eine Unterbringung der Sicherungsverwahrten in Weiterstadt diese Anstalt konzeptionell überfordern könnte: In Weiterstadt seien Untersuchungshäftlinge, Strafhäftlinge und Häftlinge in der Abteilung für psychisch Auffällige untergebracht. Kämen noch Sicherungsverwahrte hinzu, könne dies auch auf Widerstand in der Stadt Weiterstadt treffen. (syg)

Quelle: HNA

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