"Es geht um die Stadt"

Bürgermeisterkandidat Rother: Mehr Unternehmen nach Felsberg holen

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Stellt sich zur Wahl: Stefan Rother aus Preußisch-Oldendorf möchte in Felsberg Bürgermeister werden. Unser Foto zeigt ihn mit seiner Frau Sylke Rother und Familienhund Eyck.

Felsberg. In seiner Freizeit fährt Stefan Rother gern Rad und geht mit seinem Hund spazieren. In den kommenden Wochen wird er dafür allerdings noch weniger Zeit haben als sonst: Denn nun beginnt die heiße Phase des Wahlkampfs für die Felsberger Bürgermeisterwahl am 3. November.

Der 50-Jährige aus Preußisch-Oldendorf (Nordrhein-Westfalen) kandidiert gegen den amtierenden Bürgermeister Volker Steinmetz. In der Zeitung hatte Rother gelesen, dass ein Kandidat für die Bürgermeisterwahl in Felsberg gesucht wurde. "Gereizt hat mich, dass fast alle politischen Parteien, CDU, SPD, FDP und Freie Wähler, dahinter stehen", sagt der parteilose Verwaltungsbeamte. "Das zeigt, dass es um die Stadt geht."

Rother will Verantwortung übernehmen. "Ich möchte gestalten, meine Ideen einbringen und umsetzen", sagt er und fügt hinzu: "Ich habe das Verwaltungshandwerk quasi von der Pike an gelernt, kenne alle Bereiche einer modernen Verwaltung und habe Führungserfahrung." Derzeit leitet Rother den Fachbereich Ordnung und Soziales in der Verwaltung von Preußisch-Oldendorf einer Stadt mit rund 13.000 Einwohnern.

Felsberg sei in etwa mit Preußisch-Oldendorf vergleichbar. "Ich erkenne viele Problemlagen wieder und biete Lösungsmöglichkeiten an", sagt er selbstbewusst. Auch von der Mentalität her passe ein Ostwestfale gut nach Nordhessen, ist er überzeugt.

"Mit 50 Jahren bin ich in einem Alter, in dem man sich noch einmal überlegt, beruflich etwas Neues anzufangen", sagt Rother. Auch seine Familie stehe hinter der Veränderung.

Besuch in jedem Haushalt

Vordringliches Ziel von Rother ist die Ansiedlung von Gewerbe in Felsberg. "Hier ist in der Vergangenheit zu wenig gemacht worden", kritisiert er. "Die Firmen kommen heutzutage nicht von selbst, man muss aktiv werden und sie ansprechen", sagt Rother bestimmt. "Letztendlich bedeuten Arbeitsplätze auch den Zuzug von Menschen."

Was er unter allen Umständen vermeiden will, ist der Rückzug der Stadt unter den Rettungsschirm des Landes. Dann würden die ganzen freiwilligen Leistungen wegbrechen, und damit sei die Infrastruktur gefährdet, die die Lebensqualität einer Kommune ausmache.

Dabei setzt er auf gute Mitarbeiter im Rathaus und das große ehrenamtliche Engagement der Felsberger, das er weiter fördern und unterstützen will.

In den vergangenen Monaten hat Rother Felsberg bereits gut kennen gelernt, sagt er. Die verbleibende Zeit bis zur Wahl möchte er in der Drei-Burgen-Stadt verbringen. "Ich habe fünf Wochen Urlaub genommen und ziehe in eine Ferienwohnung in Felsberg ", sagt er. Rother hat sich zum Ziel gesetzt, alle Haushalte zu besuchen. "Man muss den Leuten persönlich begegnen, wenn man überzeugen will", sagt er.

Von Klaus Frensing

Quelle: HNA

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