Bürgermeisterwahl in Fritzlar: Joachim Frank ist 4. Kandidat

Joachim Frank

Fritzlar. Vor Tieren hat Joachim Frank ganz sicher keine Angst, arbeitet er doch im Zoogeschäft seiner Lebensgefährtin. Nun hat er sich vorgenommen, selbst das zu werden, was andere ein „hohes Tier“ nennen: Bürgermeister von Fritzlar nämlich.

Der 49-Jährige geht damit als vierter Kandidat ins Rennen um die Nachfolge von Karl-Wilhelm Lange, der nicht wieder zur Wahl antritt. Die Idee habe er schon länger gehabt, sagt Frank. Der Kaufmann ist geschieden, hat drei Kinder und ist Mitglied der neuapostolischen Gemeinde. Frank ist in Wehren aufgewachsen und lebt in Fritzlar. Er ist als Hallensprecher im Handball, beim Technischen Hilfswerk und im Stadtmarketingverein aktiv. „Es ist ein Plus, dass ich recht bekannt bin“, sagt er über seine Chancen.

Gehört zu keiner Partei

Als Vorteil betrachtet es Joachim Frank, dass er keiner Partei angehört. Das erlaube es ihm, als Mittler zwischen Magistrat, Parteien und den Fritzlarern aufzutreten. Da gebe es Nachholbedarf. Um den Kontakt zu verbessern, will Frank als Bürgermeister einen monatlichen Sprechtag einrichten. Auch sonst wolle er jederzeit ansprechbar sein.

Frank will die Vereine, die die Jugend fördern, besonders unterstützen. Er möchte die Vorgänge in der Verwaltung und der Stadtverordnetenversammlung den Menschen besser erklären. Zugleich räumt er ein, dass er Zeit brauchen werde, um sich in die Abläufe im Rathaus einzuarbeiten, Frank rechnet mit einem Jahr.

Zu seinen Ideen gehört, den Pferdemarkt – vor allem den Gewerbebereich – umzugestalten. Er möchte erreichen, dass sich in Fritzlar ein weiterer Baumarkt ansiedelt. Das Stadtmarketing laufe gut, gerade auch die Zusammenarbeit mit Edertal und Bad Wildungen. Ganz wichtig sei guter Service, das gelte für die Geschäftswelt ebenso wie für eine Verwaltung, ist Frank überzeugt. Und er hat noch eine große Idee: Fritzlar soll sich um den Hessentag bewerben. Das bedeute zwar ein Defizit, zugleich aber große Fortschritte für die Infrastruktur. Seine Gegenkandidatin Gerlinde Draude (SPD) kennt Joachim Frank übrigens gut. In der Ursulinenschule saßen die beiden nebeneinander.

Von Olaf Dellit

Quelle: HNA

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