Wahl am 9. November

Bürgermeisterwahl in Guxhagen: Slawik strebt dritte Amtszeit an

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Kandidiert wieder: Bürgermeister Edgar Slawik mit Ehefrau Andrea auf dem heimischen Balkon.

Guxhagen. Mit seinem ersten Wahlerfolg vor zwölf Jahren wechselte Edgar Slawik seinen Beruf: Vom Bankjuristen zum Bürgermeister seiner Heimatgemeinde. Die Arbeit gefällt dem 63-Jährigen auch nach seiner inwischen zweiten Amtsperiode so gut, dass er sich am 9. November erneut zur Wahl stellt.

Rechtsgutachten, Zwangsversteigerungen und etliches mehr waren Dinge, mit denen Slawik als Bankjurist einst befasst war. Dabei spürte der Jurist Slawik immer mehr dem Schicksal der Menschen nach, die da in den Akten auftauchten und mitunter in finanzielle Schieflagen geraten waren. Andere Menschen noch besser verstehen zu wollen, war anfangs denn auch ein Motiv für den gebürtigen Guxhagener, sich als Bürgermeister zur Wahl zu stellen.

Leute nehmen, wie sie sind - das steckt dem 63-Jährigen nach zwölf Jahren Amtszeit als Bürgermeister inzwischen im Blut. Ans Telefon geht der Rathauschef in der Regel persönlich. Ist eine Sekretärin am Apparat, dann ist Slawik außer Haus. Auf Sprechstunden verzichtet Slawik mit dem Hinweis: „Ich bin immer erreichbar.“

Die Familie Slawik wohnt nicht weit vom Rathaus entfernt in einem Haus aus dem Baujahr 1709. In einem großen Garten mit Obstbäumen wartet regelmäßig viel Arbeit auf die vierköpfige Familie mit Ehefrau Andrea, Tochter Pauline und Sohn Till.

Die Kinder haben vor nicht langer Zeit ein Studium aufgenommen, seither orientieren sich ihre Eltern neu: Slawiks lesen gerne gemeinsam, gehen mit Freunden wandern, fahren Fahrrad oder unternehem Reisen ans Meer. Immer mit dabei ist Hund Debby aus dem Tierheim.

All das füllt die Slawiks lange nicht aus. Die 51-Jährige Andrea Slawik arbeitet im Sekretariat der Gesamtschule Guxhagen. Und Edgar Slawik will sich weitere sechs Jahre im Rathaus für seine Heimatgemeinde einsetzen.

Als Moderator vorangehen 

„Es gibt viel zu tun“, sagt der Bürgermeister. Große Ziele muss man dabei aus seiner Erfahrung in kleinen Schritten angehen. Dabei versteht sich Slawik als parteiloser Moderator einer vernünftigen Ortspolitik, für die es in Guxhagen auch längst eine Arbeitsplattform und ein Miteinander gebe. Das zeigten unter anderem deutliche Mehrheiten im Parlament und eindeutige Entscheidungen im Gemeindevorstand.

Seine Ziele will Slawik auch mit den Erfahrungen aus seinen beiden ersten Amtsperioden voranbringen. Mehr und mehr wird der demografische Wandel sichtbar, ist sich Slawik sicher. Da braucht es beispielsweise Wohnraum für Senioren und Lösungen für die Weitergabe der Häuser von älteren Menschen an jüngere. Slawik will als Moderator vorangehen, sollte die Gemeinde in Sachen Ortsentwicklung mit den Eigentümern von noch 55 Baulücken in Guxhagen ins Gespräch kommen.

Um die Wählergunst wirbt Slawik auf möglichst vielen Kanälen. So mit seiner Internet-Seite, die den Titel „Ja zur Wiederwahl“ trägt (www.edgar-slawik.de). Dort lädt der Amtsinhaber in einem Bürgerforum ein, Stellung zu Gemeindethemen zu nehmen, beispielsweise in Sachen Wohnen, Einkaufen, schnelles Internet, Kindertagesstätten und Schallschutz. Außerdem zieht er eine Bilanz seiner Amtszeit. In einem haushaltsdeckend verteilten Prospekt erläutert der Verwaltungschef unter anderem seine Ziele und stellt sich als Person vor. Darüber hinaus wirbt der Verwaltungschef in seiner Freizeit für sich, auf der Straße, beim Einkauf, bei Veranstaltungen.

Von Lorenz Grugel

Quelle: HNA

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