Wahlen in Schwalmstadt: Näser und Longo müssen in die Stichwahl

Schwalmstadt. In Schwalmstadt müssen die Wähler in einer Stichwahl über den nächsten Bürgermeister entscheiden. Bei den Wahlen am Sonntag erreichte keiner der Kandidaten die erforderliche Mehrheit.

Gerald Näser (CDU) holte 42,0 Prozent, Fabio Longo (SPD) 37,4 Prozent der abgegebenen Stimmen.

Die Spannung kurz nach Schließung der Wahllokale war riesengroß, doch schon gegen 18.25 Uhr war es so gut wie sicher: Erst in der Stichwahl in drei Wochen wird Schwalmstadt den neuen Bürgermeister bestimmen. Dr. Gerald Näser (CDU, 42 Prozent) und Dr. Fabio Longo (SPD, 37,4 Prozent) stehen am 3. Juni zur Wahl.

Beide Kandidaten gaben sich im Gespräch mit der HNA kämpferisch und optimistisch. Der parteilose Stefan Pinhard errang mit 15 Prozent einen Achtungserfolg, Grünen-Kandidatin Margitta Braun musste sich mit 5,6 Prozent begnügen. Die Wahlbeteiligung lag bei 56 Prozent und damit höher als bei der Wahl vor sechs Jahren, als nur knapp 47 Prozent wählen gingen.

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"Ein ordentliches Ergebnis" nannte Näser im Gespräch mit der HNA sein Abschneiden. Nun müsse auf die gut 20 Prozent geschaut werden, die für Margitta Braun und Pinhard stimmten, die Karten würden neu gemischt. Auch Longo zeigte sich zufrieden, sein Ergebnis sei noch steigerbar. Nun sei es das Ziel, die Wähler der Grünen und des Parteilosen anzusprechen. Mit der Stichwahl habe er gerechnet.

Fotos vom Wahlabend in Schwalmstadt

Bürgermeisterwahlen in Schwalmstadt

Großer Jubel mochte am Wahlabend ohne Sieger im schließlich dicht gefüllten Rathaussaal nicht aufkommen. Superpünktlich war etwa Landrat Frank-Martin Neupärtl erschienen, der sich wie die meisten eine noch stärkere Wahlbeteiligung gewünscht hätte. In der Stichwahl sei nun alles offen. "Natürlich enttäuscht" zeigte sich Bürgermeister Kröll (SPD), doch sei es noch nicht das Endergebnis, in der Stichwahl könne es noch Bewegung geben.

Liveticker im Protokoll zum Nachlesen

+++ 20.12 Uhr +++

Das vorläufige Endergebnis liegt vor - bei uns geht es aber noch weiter. Eine ausführliche Analyse folgt in Kürze.

+++ 18.56 Uhr +++

Die Ergebnisse wurden mittlerweile noch einmal leicht korrigiert - auf der Anzeigetafel im Rathaus gab es einen technischen Fehler. Dies ändert aber nichts mehr daran, dass es am 3. Juni zur Stichwahl kommt. Die Wahlbeteiligung lag insgesamt bei 56 Prozent.

+++ 18.45 Uhr +++

Kurzclip: Blick in den Rathaussaal

Alle Stimmen sind ausgezählt. Das vorläufige Endergebnis: SPD-Mann Fabio Longo kommt auf 37,4% der Stimmen, sein CDU-Herausforderer Gerald Näser auf 42,0%. Die Grüne Margitta Braun erreichte 5,6%, und der parteilose Kandidat Stefan Pinhard erzielte. 15,0%. Damit kommt es zur Stichwahl in drei Wochen, am 3. Juni.  

+++ 18.42 Uhr +++

Jetzt fehlt nur noch ein Bezirk. Die Wahlbeteiligung liegt bei 48,6%.

+++ 18.40 Uhr +++

Der Platz im Sitzungssaal wird knapp, die Besucher weichen auf die Empore aus. Unter den Besuchern auch sind auch Bürgermeister aus der Region. Die Briefwahlbezirke sind nun ausgezählt. Fabio Longo hat derzeit 36%, Gerald Näser 42,6 Prozent. Und Trutzhain hat schwarz gewählt: Gerald Näser holt den Stimmbezirk deutlich.

+++ 18.36 Uhr +++

Nach 17 ausgezählten Stimmlokalen liegt Fabio Longo (SPD) bei 36,4%, Gerald Näser (CDU) bei 42,5%, Margitta Braun (Grüne) bei 6,2% und Stefan Pinhard (parteilos) bei 14,9%.

+++ 18.33 Uhr +++

Den Stimmbezirk Treysa Sankt-Martin-Schule holt Gerald Näser (CDU).

+++ 18.31 Uhr +++

Die Wahlbeteiligung beträgt nach derzeitigem Stand bei 48,8%. Gerald Näser (CDU) hat sein stärkstes Ergebnis bislang in Florshain, Fabio Longo (SPD) in Wiera.

+++ 18.30 Uhr +++

14 Stimmbezirke sind erfasst. Longo holt den Stimmbezirk Wiera. Er liegt jetzt bei 36,2%, Näser bei 43,2%, Braun bei 6%, Pinhard bei 14,5%.

+++ 18.25 Uhr +++

Die Wahlbezirke Wiera und Treysa - Bezirk Haus für Gemeinschaftspflege - sind ausgezählt. Longo macht etwas Boden gut, Näser liegt jetzt bei 43,5%.

+++ 18.24 Uhr +++

CDU-Kandidat Näser kommt ins Rathaus. Zurzeit sieht alles nach einer Stichwahl aus.

+++ 18.23 Uhr +++

Am Wahlabend: Dorothee Bertenhoff, Dr. Fabio Longo, Dr. Gerald Näser und Jutta Näser (von links).

Das Rathaus ist gut gefüllt. Gebannt erwarten die Zuschauer die nächsten Ergebnisse. Ascherode und ein zweiter Teilbezirk von Treysa sind da: Näser führt weiter mit 47,2%, Longo 34,0. Landrat Neuprätl (SPD) wippt auf seinen Füßen, die Arme vor der Brust verschränkt. Und der nächste Treysaer Teilbezirk bietet Ergebnisse: Näser liegt immer noch mit 46,4% vorne.

+++ 18.19 Uhr +++

Ein erster Teilbezirk aus Treysa ist da: Der CDU-Kandidat Näser liegt bei 46,6%, SPD-Mann Longo bei 34,5. Allendorf ist ebenfalls ausgezählt. Nun führt Näser mit 48%, Longo liegt bei 34,1%, Braun bei 5,1%, Pinhard bei 12,6%.

+++ 18.18 Uhr +++

Die grüne Kandidatin Margitta Braun verfolgt jetzt auch die Wahlergebnisse.

+++ 18.17 Uhr +++

Der vierte ausgezählte Stimmbezirk ist Floshain. Näser liegt aktuell bei 46,4%, Longo bei 34,9%.

+++ 18.15 Uhr +++

Das Ergebnis aus Dittershausen ist da: Näser führt mit 40,4%, Longo bei 36,6%, Pinhard bei 18,1%, Braun 4,9%.

+++ 18.12 Uhr +++

Michaelsberg war am schnellsten, und jetzt trudeln auch die Ergebnisse von Rörshain ein.

+++ 18.11 Uhr +++

Der parteilose Kandidat Stefan Pinhard ist mit Ehefrau Ilona eingetroffen. Er ist bislang der einzige anwesende Kandidat. Die ersten Blicke richten sich auf die große Leinwand, die im Sitzungssaal aufgebaut ist.

+++ 18.10 Uhr +++

Drei von fünf Stehtischen sind von Zuschauern belagert - einige mit Parteibuch, andere nicht.

+++ 18.05 Uhr +++

Langsam füllt sich das Rathaus. Landrat Frank-Martin Neupärtl ist auch da. Auf der Leinwand mit den Ergebnissen ist noch kein Teilergebnis zu sehen: Noch ist Stimmbezirk ausgezählt.

+++ 17.55 Uhr +++

Noch fünf Minuten, dann schließen die 24 Wahllokale. Die ersten Besucher trudeln ins Rathaus Ziegenhain. Dort werden die aktuellen Wahlergebnisse auf einer großen Leinwand angezeigt.

Wahlbeteiligung eher durchschnittlich

Einen ganz normalen Wahlsonntag erlebte bis zum frühen Sonntagnachmittag etwa Dittershausen, der kleinste Stadtteil Schwalmstadts mit 250 Einwohnern. Dort hatten bis 13.20 Uhr knapp 100 der 211 eingetragenen Wähler ihr Kreuz gesetzt, inklusive Briefwähler. Eine gewohnte Beteiligung, berichteten Jörg Martin, Karin Asteroth und Gerhard Hass. Traditionell habe der kleine Ort eine gute Wahlbeteiligung, erklärten sie. Gut sind die Dittershäuser auch im Auszählen, länger als zehn, höchsten 15 Minuten werde man nicht benötigen, um das Ergebnis durchzugeben.

Zugelegt hatte der Wählerzuspruch am Nachmittag in Treysa, jedenfalls im Wahllokal Haus für Gemeinschaftspflege am Marktplatz. Wie Heinz Wagner berichtete, ist der Besuch seit 15 Uhr lebhafter. Gegen 15.50 Uhr hatten 230 der Oberstadtwähler ihr Kreuzchen gemacht - von 642 im Verzeichnis eingetragenen. 43 Briefwähler hat der Wahlbezirk 1 außerdem, berichteten Ingrid Springer und Dr. Bernd Adam. In Allendorf hatten gegen 13.40 Uhr rund 150 von 470 eingetragenen Wählern abgestimmt, 56 Allendörfer haben außerdem Briefwahl beantragt. "Es sind deutlich mehr Briefwähler als sonst", erklärte Gerhard Schmitt, der von einer insgesamt durchschnittlichen Wahlbeteiligung ausgeht. Zum Nachmittagsteam in Allendorf gehören noch Walter Baum, Günther Fenner und Martin Wahl.

An der Bürgermeisterwahl vor sechs Jahren beteiligten sich knapp 47 Prozent der Schwalmstädter. 2006 setzte sich Amtsinhaber Kröll dabei mit gut 61 Prozent der Stimmen gegen die Herausforderin Petra Baumann von der CDU durch.

Wahl im DGH Niedergrenzebach: Von links Christel Bald, Holger Orth, Helmut Balamagi und Roswitha Spohr.

Eine Frau und drei Männer standen zur Wahl, Nachfolger von Bürgermeister Wilhelm Kröll (SPD) zu werden, der 18 Jahre an der Spitze der größten Stadt des Landkreises stand. Es kandidierten Margitta Braun (57, Bündnis 90/Die Grünen), Dr. Fabio Longo (36, SPD), Dr. Gerald Näser (48, CDU) und Stefan Pinhard (44, parteilos). Hinter ihnen liegt ein sehr intensiver Wahlkampf. Noch am Sonntag wollten die drei Männer beim Rotkäppchen-Spendlauf des Lionsclubs starten. Am Samstag fanden sich alle vier Kandidaten bei der Einweihung des Spielplatzes in Niedergrenzebach ein. An den Infoständen der Wahlkampfteams in den beiden Innenstädten herrschte reger Betrieb.

Wahlleiterin Doris Heinmüller hatte in den vergangenen Tagen eine relativ starke Nachfrage bei der Briefwahl verzeichnet. Über 1150 Wähler entschieden sich dafür.

Quelle: HNA

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