Entscheidung am 15. Juni

Bürgermeisterwahl in Homberg: Dr. Nico Ritz und Markus Opitz gehen in die Stichwahl

Dr. Nico Ritz und Markus Opitz gehen in die Stichwahl.

Homberg. Homberg. Der neue Bürgermeister von Homberg heißt entweder Dr. Nico Ritz oder Markus Opitz. So haben es die Homberger Wähler entschieden – deutlich. 44 Prozent (2689 Stimmen) der Wahlberechtigten setzten ihr Kreuz für Ritz, 30,5 Prozent (1872 Stimmen) für Opitz, sagt das vorläufige Endergebnis.

Immer wieder brandete bei der Präsentation der Ergebnisse aus den Wahlbezirken Applaus in der Stadthalle auf, in der bis auf SPD-Mann Dr. Dr. Dr. Stefan Markus Giebel alle Kandidaten anwesend waren.

Kurzclips:

Dr. Nico Ritz

Markus Opitz

Er sei sehr zufrieden, sagte ein sichtlich gerührter Dr. Nico Ritz. „Dass die Abstände so groß sind, damit hätte ich nicht gerechnet“, so Ritz, der von der CDU unterstützt wird. Sein Ziel sei es nun, die Menschen zu erreichen, die ihn nicht gewählt haben. „Ich möchte ihnen deutlich machen, dass ich die beste Lösung für Homberg bin.“ Die Wähler hätten deutlich gemacht, dass sie keinen Bürgermeister wollen, der in der jetzigen Parteienlandschaft verhaftet sei.

„Wir freuen uns auf die zweite Runde. Das wird schon gelingen. Das Ergebnis ist ein toller Erfolg“, sagte Markus Opitz (FWG). Über 50 Prozent der Wähler wollten den Wechsel, das zeige das Wahlergebnis. Schließlich habe keiner die absolute Mehrheit erreicht. „Zweiter zu werden ist also ein Etappensieg“, so die Rechnung von Opitz. Überraschend sei das schlechte Abschneiden der SPD. „Das stärkt mich ein Stück weit.“ Nun gehe für ihn der Wahlkampf weiter. „Jetzt ist es wichtig, die Menschen zu erreichen, die nicht zur Wahl gegangen sind.“ Sie wolle er nun ganz gezielt ansprechen.

„Wahnsinnig enttäuscht“, waren die Worte von Dr.Stefan Markus Giebel (SPD) direkt nach der Wahl. Er erzielte 14,2 Prozent (873). Seit Oktober sei er unterwegs gewesen, um mit seinen Inhalten zu überzeugen. Enttäuscht sei er aber auch „von der zu geringen Unterstützung aus meiner Gruppe. Von den Menschen, die mich zum Kandidaten aufgestellt haben.“

Alle Ergebnisse im Überblick:

Bürgermeister- und Landratswahlen in der Region: Alle Ergebnisse

„Immerhin bin ich nicht Letzter geworden“, sagte Dr. Dirk Richhardt (7,3 Prozent/446 Stimen). Es sei ein sehr intensiver Wahlkampf gewesen. „Ich dachte, ich erreiche die Leute.“ Aber letztlich habe ihm als wirklich unabhängigem Kandidaten die Unterstützung eines Parteiapparates gefehlt. Für ihn beginne in dieser Woche wieder der Alltag als Geschäftsführer des Stadtmarketings.

Als schlechter Verlierer verließ Dr. Eibe Hinrichs (Mitglied der AfD) die Stadthalle. „Jede Stadt bekommt den Bürgermeister, den sie verdient“, sagte Hinrichs. Er sei sehr enttäuscht. Nun gehe in Homberg die Wagner-Politik weiter. Hinrichs bekam 264 Stimmen (4,3 Prozent).

Die Kritik wollte Dr. Nico Ritz, der von der CDU unterstützt wird, nicht so stehen lassen: „Das ist Unfug! Ich stehe nicht dafür, dass die aktuelle Politik fortgesetzt wird. Ich grenze mich klar ab, und das sind keine Worthülsen.“

So haben die Stadtteile gewählt:

Wernswig hat gewählt: 99 Stimmen erhielt Stefan Giebel, 102 Stimmen Markus Opitz, 8 Stimmen Eibe Hinrichs, 109 Stimmen Nico Ritz und 21 Stimmen gingen an Dirk Richardt. Auch in Sondheim lag Dr. Nico Ritz (36 Stimmen) vorne, gefolgt von Stefan Giebel (SPD) mit 28 Stimmen. Markus Opitz (FWG) erhielt in Sondheim 22 Stimmen.

Im Holzhäuser Feld wählten 105 Menschen Dr. Ritz, 58 Markus Opitz. In Mardorf wählten 97 Dr. Ritz, 57 Markus Opitz. Stefan Giebel erhielt dort 18 Stimmen.

Im Caßdorfer Feld wählten 148 Einwohner Dr. Ritz, 80 gaben Markus Opitz ihre Stimme. In der Freiheit wählten 37 Menschen Stefan Giebel (SPD) , 91 Markus Opitz (FWG) , Eibe Hinrichs hatten acht Menschen gewählt, Ritz erhielt 115 Stimmen und Richhardt 29. In Lützelwig gingen 10 Stimmen an Giebel, 22 an Opitz, 2 an Hinrichs, zehn an Ritz und 4 an Richardt. 

Im Stadtteil Rodemann erhielt Opitz (unterstützt von der FWG) 35 Prozent der Stimmen, Dr. Nico Ritz 56,3 Prozent, in Relbehausen stimmten 52,4 Prozent für Opitz und 23,8 Prozent für Ritz. (bra/ula)

Quelle: HNA

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